Lostorf

Schloss Wartenfels steht nach 100 Jahren vor Grosssanierung

Das Schloss Wartenfels benötigt nach rund 100 Jahren eine Gesamtrenovation.

Das Schloss Wartenfels benötigt nach rund 100 Jahren eine Gesamtrenovation.

Die Gemeindeversammlung muss über einen zusätzlichen Kredit mit 40-jähriger Dauer von jährlich rund 25400 Franken befinden.

Lang liegt sie zurück, die letzte umfassende Renovation von Schloss Wartenfels. Wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt, sind um die hundert Jahre vergangen, seitdem das Lostorfer Wahrzeichen aufgefrischt wurde. Nun ist es an der Zeit, dem historischen Gebäude seinen Glanz zurückzugeben.

Sichergestellt werden der Unterhalt und der Betrieb des Schlosses durch die Stiftung Schloss Wartenfels. Gemäss Stiftungsstatut werden die Unterhalts- und Betriebskosten durch den Kanton Solothurn, die Einwohnergemeinde Lostorf und die Stadt Olten getragen. Die Stiftung hat in den letzten Jahren kontinuierlich in den Erhalt von Schloss und Garten investiert.
Tiefgreifende Massnahmen konnten jedoch aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden.

Leider haben fachliche Abklärungen zur Bausubstanz des Schlosses aufgezeigt, dass ohne umfassende Renovation Schloss und Garten einen erheblichen Schaden erleiden werden, der zur Schliessung der Anlässe für die Öffentlichkeit führen könnte. Insgesamt ist mit Renovationskosten von rund 3,7 Millionen Franken zu rechnen, wie die Gemeinde in der Mitteilung festhält. Die Stiftung verfügt aber über keinerlei finanzielle Reserven. Sie ist daher nicht in der Lage diesen Betrag aus eigenen Mitteln zu stemmen. Die Gemeinde Lostorf bezahlt aktuell jährlich einen Betrag von rund 100000 Franken an die Stiftung.

Seit längerer Zeit versucht die Stiftung, weitere Mittel zu beschaffen, um das Schloss mittel- und langfristig retten zu können. Mit einem Fundraising ist es gelungen, namentlich von verschiedenen Stiftungen Geldbeträge zu sammeln. Dieses Fundraising wird weitergeführt. Parallel dazu wurden Verhandlungen mit dem Kanton Solothurn aufgenommen, nachdem auch die kantonale Denkmalpflege die kulturhistorische Bedeutung des Schlosses und die Notwendigkeit der Sanierungs- und Restaurierungsmassnahmen anerkannt hatte.

Inzwischen konnte mit dem Kanton Solothurn ausgehandelt werden, dass der Kanton der Stiftung ein Darlehen zur Verfügung stellt. Mit diesem zusätzlichen Geld wird es möglich sein, Schloss und Garten in den nächsten Jahren umfassend zu sanieren. Das Darlehen muss in 40 Jahren ratenweise zurückbezahlt werden. Für die Gemeinde Lostorf entstehen dadurch jährliche Zusatzkosten von maximal 25375 Franken. Der Stiftungsrat ist jedoch überzeugt, dass nicht der gesamte Darlehensbetrag ausgeschöpft werden muss und dass durch die Sanierungsmassnahmen die Unterhaltskosten künftig geringer ausfallen werden als heute. Nebst dem Fundraising bemüht sich der Stiftungsrat auch mit einem neuen Betriebskonzept zusätzliche Mittel zu erwirtschaften und einen Mehrwert durch bessere Nutzungsmöglichkeiten für die Bevölkerung zu schaffen. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember daher einstimmig, für die Gesamtsanierung von Schloss Wartenfels jährlich während 40 Jahren einen zusätzlichen Kredit von maximal 25375 Franken zu bewilligen.

Neue Brandschutztüren für Kreisschule Mittelgösgen

Die Bauzustandsanalyse der Kreisschule Mittelgösgen erfolgte in Zusammenarbeit mit der Solothurnischen Gebäudeversicherung (SGV) mit den beiden Schwerpunkten Brand- und Personenschutz. Eine Brandmeldeanlage und neue Treppengeländer wurden montiert. Nun sollen noch Brandschutztüren eingebaut werden. Es wird mit Kosten von 245'000 Franken (Anteil Lostorf 104 931.80 Franken) gerechnet. Die Ausführung erfolgt in drei Etappen in den Jahren 2020-2022. Der Gemeinderat hat den Kredit zuhanden der Gemeindeversammlung gutgeheissen.

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