Zu Beginn der vergangenen Gemeinderatssitzung stellten Vertreter des kantonalen Amts für Verkehr und Tiefbau sowie ein Oltner Fachingenieur das überarbeitete Vorprojekt für die Sanierung und Umgestaltung der Lehmgrubenstrasse und des Wilerwegs vor.

Der zur Diskussion stehende Kantonsstrassen-Abschnitt zwischen dem Strassenknoten bei der Garage «Wyss» und der Einfahrt in den Wilerwald weist eine Länge von 914 Metern auf. Diese kurvenreiche, mit einer Steigung von bis zu acht Prozent teilweise recht steile Strasse soll nach den Willen von Kanton und Gemeinde mit einem Minimum an Eingriffen in die angrenzenden Parzellen und mit möglichst geringen Auswirkungen für die betroffene Anwohnerschaft saniert werden.

Mit dem nächsten Fahrplanwechsel wird eine neue Busverbindung von Dulliken Zentrum, über die Lehmgrube, durch den Wilerwald nach Starrkirch-Wil und Olten eingeführt. Auch diese Gegebenheit muss mit der Bereitstellung von Bushaltestellen und mit ausreichenden Kurvenradien berücksichtigt werden.

Der Gemeinderat zeigte sich positiv angetan vom vorliegenden Vorprojekt. Dank dem neuen Tempolimit von 30 km/h in allen Dulliker Quartieren kann auch der gesamte fragliche Abschnitt mit dieser Geschwindigkeitsbegrenzung belegt werden. In der Folge kommt das Projekt mit deutlich geringeren Strassenbreiten aus und auch die Kurvenradien sind weniger ausgeprägt als bei einem höheren Tempolimit. Zudem entfällt der Neubau von Trottoirs weitgehend. Das vorliegende Projekt kommt mit dem Erwerb von nur 360 Quadratmeter Land innerhalb der Bauzone aus und ist damit weniger einschneidend für die Anstösser als der noch immer rechtsgültige Erschliessungsplan von 2002.

Als weitere positive Nebenerscheinung von Tempo 30 sind die deutlich geringeren Lärmimmissionen zu erwähnen. Zudem verliert diese Strasse als Ausweichroute für den Durchgangsverkehr an Attraktivität. Im Wissen darum, dass es noch einige Details zu berücksichtigen gilt, stimmte der Gemeinderat einstimmig und ohne Enthaltungen dem Vorprojekt zuhanden der öffentlichen Mitwirkung zu, die bereits für die zweite Hälfte Januar 2019 terminiert ist. Bei optimalem Planungsverlauf könnte das Vorhaben 2021 in Angriff genommen und 2022 abgeschlossen werden.

Stellenplan wird erhöht

Der Gemeinderat stimmte zudem der Sanierung Dammweg/Hagnau mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Mio. Franken zuhanden einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 11. März 2019 zu. Er gab einen Planungskredit von 85 000 Franken für ein Vorprojekt zur Gesamtsanierung der Alten Landstrasse frei, einem Vorhaben, das im Finanzplan mit 2,2 Millionen Franken veranschlagt ist.

Der Gemeinderat lädt fünf Fachbüros ein, ihre Offerte für eine Totalrevision der Ortsplanung einzureichen. Die Arbeitsgruppe «Ortsplanungsrevision» wird Ende Januar 2019 zu ihrer ersten Sitzung zusammenkommen, um sich die Eingaben vorstellen zu lassen.

Einige Personalgeschäfte rundeten die reichbefrachtete Traktandenliste des Gemeinderats ab: Vor dem Hintergrund der anstehenden Grossinvestitionen und eines gewissen Nachholbedarfs beim Unterhalt Hoch- und Tiefbau stimmte der Rat einer Erhöhung des Stellenplanes der Bauverwaltung um 20 Prozent auf insgesamt 220 Prozent zu. (mgt)