Obergösgen
Roberto Aletti ist einer, der gewinnen will

Roberto Aletti (CVP) wurde von der Ortspartei als Kandidat für das Gemeindepräsidium von Niedergösgen nominiert.

Myriam Sperisen
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Roberto Aletti feiert mit Gerhard Pfister, Nationalrat und Präsident CVP Schweiz, seine Nomination zum Gemeinderatskandidaten in der Aula Niedergösgen.

Roberto Aletti feiert mit Gerhard Pfister, Nationalrat und Präsident CVP Schweiz, seine Nomination zum Gemeinderatskandidaten in der Aula Niedergösgen.

Markus Müller

Wenn es nach der CVP Niedergösgen geht, ist Roberto Aletti der richtige Mann für das Amt des neuen Gemeindepräsidenten in Niedergösgen. Die Frage «Wer folgt nach Jahrzehnten auf Kurt Henzmann als Gemeindepräsident in Niedergösgen?» ist offen und wird voraussichtlich am 23. September an der Ersatzwahl beantwortet.

An ihrer Parteiversammlung stellte die Ortspartei den Kandidaten vor, der bereits als Ortspartei-Vizepräsident fungiert. «Er ist ein Brückenbauer, und genau eine solche Persönlichkeit brauchen wir jetzt», sagte Hans Belser, Co-Präsident der CVP Niedergösgen, vor den Stimmberechtigten und Gästen in der Aula. Man wolle wieder eine gesunde Streitkultur, konstruktive Zusammenarbeit und dadurch ein vielseitiges kulturelles Leben im Ort. So könne sich auch das Gewerbe positiv entwickeln. Zusätzlich soll sich die Zusammenarbeit mit der Bürgergemeinde verbessern. Mit dem Leistungsnachweis, den Aletti vorweist, sollte dies laut CVP-Verantwortlichen sehr gut klappen, Belser bringt es auf den Punkt: «Roberto Aletti hat das nötige Rüstzeug, um die Wahl zu gewinnen und das Amt gut auszufüllen.»

«Argumente sind mir wichtig»

Als Kind italienischer Gastarbeiter wuchs der 62-Jährige in Olten und Dulliken auf und war unter anderem als Ministrant tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Aletti absolvierte eine Lehre als Chemielaborant bei Bally. Darauf machte er zusätzlich eine Ausbildung als Eidg. dipl. Einkaufsleiter und war in der Firma Siegfried Zofingen angestellt. Später bildete sich Aletti stetig in Logistik und Prozessmanagement weiter. Gegenwärtig arbeitet er als Produktionsplaner bei der Firma Forbo CTU in Schönenwerd. Er war unter anderem in Niedergösgens Umweltschutzkommission tätig und bei der Umsetzung Tempo 30 dabei. In seiner Freizeit segelt er gerne, vor allem auf dem Sempachersee. Der Nominierte sagt über sich selbst: «Ich habe mich entwickelt. Heute sind mir Argumente wichtiger als früher, ich habe mir meine Unabhängigkeit bewahrt. Niedergösgen muss für alle attraktiv sein.»(my)

Die Suche nach Kandidaten

Wie die Verantwortlichen feststellten, war es nicht einfach, einen geeigneten Kandidaten zu finden. Laut Belser führte ein Ausschuss der CVP Niedergösgen in den vergangenen paar Wochen Gespräche mit mehreren interessierten Bewerbern für das Amt des Gemeindepräsidenten, die grundsätzlich als Teilzeitstelle deklariert ist. Belser hierzu: «Da wir kein Ressort-System haben, ist diese Aufgabe sehr umfassend und nimmt weit mehr als 50 Stellenprozent in Anspruch.»

Es kann also durchaus sein, dass Niedergösgens Gemeindepräsident jeden Abend getrennt von seiner Familie verbringt, weil er kommunale Pflichten wahrnehmen muss. Für viele war dies schwierig zu vereinbaren, auch arbeitstechnisch. Nun sei man überzeugt, in Aletti den idealen Mann gefunden zu haben.

Glückwünsche vom Nationalrat

Nach der Nomination referierte Nationalrat Gerhard Pfister, Präsident der CVP Schweiz, zu Themen aus Bundesbern. Bei dieser Gelegenheit liess er es sich nicht nehmen, mit Roberto Aletti nach der Veranstaltung auf seine Kandidatur anzustossen.

Roberto Aletti wird am 23. September gegen den liberalen Unternehmer und bisherigen Vizegemeindepräsidenten Andreas Meier (Fraktion CVP/Unabhängige) die Wahl um das Amt des Gemeindepräsidenten antreten.