Lostorf
Reduzierte Gebühren bei Anlässen und Verantwortliche für «Start.Integration» sind gewählt

Der Gemeinderat Lostorf hat die Gebühren für Anlässe neu festgelegt und die verantwortlichen Personen für die Einführung des Projekts «Start.Integration» gewählt.

Markus von Däniken
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Im momentan verschneiten Lostorf kosten Anlässe zukünftig weniger.

Im momentan verschneiten Lostorf kosten Anlässe zukünftig weniger.

zvg

Seit vergangenem Jahr ist der Gemeinderat zuständig für die Erteilung der Anlassbewilligungen für Vereine oder Organisationen. Nach einem Jahr erfolgte nun eine Auswertung der bisher bewilligten Anlässe, um allenfalls den Gebührentarif besser abstufen zu können.

Es gab beispielsweise Anlässe, welche an einem Tag vier Stunden dauerten, während andere acht Stunden oder länger dauerten. Trotzdem wurde die gleiche Gebühr bezahlt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 20 Anlassgesuche bewilligt, elf davon waren Einzelanlässe mit einer Zeitdauer von vier bis zwölf Stunden, neun Anlässe fanden an zwei bis sieben Tagen statt.

Der Rat stellt fest, dass sich die bisherige Gebührenordnung für eine Anlassbewilligung im Grundsatz zwar bewährt hat, aber etwas flexibler sein müsste. Seines Erachtens ist es aber richtig, Gebühren für diese Tätigkeit zu verlangen. Die ungefähre Gebührenhöhe wurde als angemessen erachtet. Dem Rat wurde nun vorgeschlagen, gewisse Anpassungen zu prüfen, was auf positives Gehör gestossen war.

Neu sollen Gebühren für Halbtages- und Wochenendanlässe eingeführt werden; die Kosten betragen dann 70 Franken (bisher 100 Franken) für Anlässe, die bis zu fünf Stunden dauern und 150 Franken (bisher 200 Franken) für Anlässe an Wochenenden (Samstag und Sonntag). Ebenfalls soll künftig eine Reduktion bei Anlässen möglich sein, falls es sich um gemeinnützige Tätigkeiten im Dienste der Allgemeinheit handelt. Der Souverän hat dazu das letzte Wort.

Projekt «Start.Integration»

Das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer verlangt eine verstärkte und verbindlichere Integration der ausländischen Wohnbevölkerung. Gleichzeitig muss die Integration in den staatlichen Strukturen gezielter verankert werden. Mit dem Projekt «Start.Integration» werden die Einwohnergemeinden in die inhaltlich und organisatorisch zentralen Bereiche eingebunden.

Die Integration bezweckt ein friedliches und respektvolles Zusammenleben von schweizerischen und ausländischen Staatsangehörigen sowie die gleichberechtigte Teilhabe und Mitverantwortung am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft. Die Gemeinden tragen weiterhin die Verantwortung für ihre ausländischen Einwohner. Neu ist, dass die Integration am Wohnort, also in den einzelnen Gemeinden, verstärkt werden soll. Die Wohngemeinde hat dazu in erster Linie ein ausführliches Interview mit den ausländischen Neuzuzügern zu führen, in dem ihnen die Besonderheiten, aber auch die schweizerischen Werte mitgegeben werden.

Zur Einführung und Umsetzung des Projektes «Start.Integration» musste die Gemeinde je eine Person für die strategische und die operative Leitung bestimmen. Als verantwortliche Person der strategischen Leitung wurde Gemeindepräsident Thomas Müller und der operativen Leitung Pascale Zumstein, Leiterin Einwohnerdienste, gewählt.