Lostorf
Rechnung ist dank Kostendisziplin in der Waage, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Die Rechnung 2016 von Lostorf ist ausgeglichen – wegen aufgeschobenen Ausgaben der Gemeinde.

Kelly Spielmann
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In Lostorf stehen für die kommenden Jahre einige umfassende Infrastrukturprojekte an.

In Lostorf stehen für die kommenden Jahre einige umfassende Infrastrukturprojekte an.

Markus von Däniken

«Das ist die erste Gemeindeversammlung, bei der wir die Stimmbürger nicht mit einem Brief direkt eingeladen haben», so Lostorfs Gemeindepräsident Thomas Müller am Mittwochabend in der Aula des Schulhauses 1912. «Die Anwesenheit ist dementsprechend auch nicht berauschend», fügte er an. Ganze 18 Stimmberechtigte fanden sich an diesem Abend in der Aula ein. Ob sich die Tatsache, dass nun nur noch die Stimmberechtigten eine Einladung erhalten, die dies ausdrücklich gewünscht haben, auch zukünftig zu weniger Anwesenden führen wird, müsse man aber noch abwarten. Denn das Regenwetter habe am Mittwoch nicht dazu eingeladen, das Haus zu verlassen, und es standen keine aussergewöhnlichen Traktanden an.

Rechnung angenommen

So wurde bereits das erste Traktandum, die Rechnung 2016, relativ schnell abgehandelt. So erklärte Gemeinderätin und Ressortleiterin Finanzen Corinne Saner, dass die Rechnung dank strikter Kostendisziplin ausgeglichen abschliesst – gleichzeitig warnte sie jedoch davor, sich von der Rechnung zu allzu viel Euphorie verleiten zu lassen. Denn das gute Resultat sei auch dank einigen aufgeschobenen Ausgaben zustande gekommen, welche in den nächsten Jahren trotzdem noch anfallen werden.

So beispielsweise die Schulraumplanung, der Werkhof und einige notwendige Strassensanierungen. «Aufgeschoben ist also nicht aufgehoben», fasste sie das Eintretensreferat zusammen. Nach den Erklärungen der Finanzverwalterin Karin Dettke zu Details der Rechnung konnte diese von der Gemeindeversammlung einstimmig angenommen werden.

Anlässe künftig günstiger

So ging es denn auch beim nächsten Traktandum weiter: Die Reformierte Kirchgemeinde Niederamt hatte die Einwohnergemeinde Lostorf ersucht, künftig das Wahlbüro für sie zu übernehmen. Die Kirchgemeinde würde noch immer die Aktualisierung der Stimmregister, die Beschaffung der Stimmunterlagen, das Verpacken, den Versand und die Publikation übernehmen. Abnehmen würde die Einwohnergemeinde der Kirchgemeinde die Entgegennahme der Resultate, das Auszählen und das Weiterleiten an das Zentralwahlbüro. Aufwendungen, die die Einwohnergemeinde dadurch hätte, würden in Rechnung gestellt. Der Antrag wurde von den Anwesenden einstimmig angenommen.

Das letzte Traktandum, die Teilrevision des Gebührentarifs, wurde mit 17 Ja-Stimmen und einer Enthaltung angenommen. Die Bewilligung von Halbtagesanlässen kosten in Lostorf künftig 70 statt 100 Franken, Tages- oder Abendanlässe bleiben mit 100 Franken gleich teuer und Wochenendanlässe kosten nun 150 statt 200 Franken.

Zum Schluss teilte Thomas Müller den Anwesenden mit, dass die nächste Gemeindeversammlung im Winter mit einem Apéro abgeschlossen wird – vielleicht wird dies mehr Stimmberechtigte an die Versammlung locken.

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