Gretzenbach
Rat möchte Grundstück verkaufen – Schiedsrichter ist der Souverän

Der Gemeinderat Gretzenbach will sich zu einem Grundstückverkauf ermächtigen lassen.

Andrea Walder-Flury
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Um dieses Grundstück im Gretzenbacher Dössihubel geht es: Der Gemeinderat möchte die Parzelle zum Verkauf und damit zur Überbauung freigeben – Anwohner möchten, dass sie unüberbaut bleibt.

Um dieses Grundstück im Gretzenbacher Dössihubel geht es: Der Gemeinderat möchte die Parzelle zum Verkauf und damit zur Überbauung freigeben – Anwohner möchten, dass sie unüberbaut bleibt.

zvg

In Gretzenbach soll die Gemeindeversammlung vom 5. Dezember über einen Grundstückverkauf an der Hegackerstrasse entscheiden. Anwohner des Gebiets Dössihubel machen geltend, ihnen sei seinerzeit ein Bauverbot für diese Parzelle versprochen worden.

An der Hegackerstrasse innerhalb der Bauzone gibt es eine Parzelle, welche im Besitz der Einwohnergemeinde Gretzenbach ist. Aufgrund der Zoneneinteilung ist die Parzelle von 544 m2 zur Überbauung geeignet. Bei der letzten Ortsplanungsrevision im Jahr 2003 wurde dieses Grundstück von der Freihaltezone neu der Wohnzone zugewiesen. Die Freihaltezone wurde aufgelöst. Einsprachen gegen diese Änderung gingen keine ein.

Mündlich Bauverbot versprochen

Zwischenzeitlich haben sich die Anwohner dieses Gebiets bei der Einwohnergemeinde gemeldet. Beim Erschliessen des Gebiets Dössihubel wurde den damaligen Anwohnern in Aussicht gestellt, dass dieses Grundstück nicht überbaut werde. Dieses Bauverbotsversprechen wurde aber nirgends nieder geschrieben.

Der Gemeinderat musste sich deshalb auf den gültigen Zonenplan wie auf die jetzigen Reglemente stützen. Verschiedene Bauherrschaften suchen in Gretzenbach laufend Land, um ein Haus zu bauen. Die Baukommission wie auch der Gemeinderat sind der Meinung, dieses Grundstück könne einem allfälligen Interessenten verkauft werden. Aus diesem Grund wird der Gemeindeversammlung beantragt, den Gemeinderat für diesen Verkauf zu ermächtigen.

Höherer Beitrag an Spitex

Die Spitex Däniken Gretzenbach Walterswil stellte bei den Mitgliedergemeinden den Antrag, den Jahresbeitrag gemäss Leistungsvereinbarung von 20 Franken auf 30 Franken pro Einwohner zu erhöhen. Immer mehr ältere Menschen werden in ihren eigenen vier Wänden professionell von der Spitex gepflegt und betreut.

Die Spitexorganisation hat sich in den letzten Jahren zu einem professionellen Kleinunternehmen entwickelt. Die gesetzlichen und kantonalen Anforderungen sind markant gestiegen, was unter anderem auch höhere administrative Kosten auslöst, welche nicht direkt an die Kunden verrechnet werden können. Die Jahresrechnungen der Spitex wiesen in den letzten Jahren durchweg Verluste aus, womit sich das Eigenkapital leider stark reduzierte.

Der Gretzenbacher Gemeinderat hat der Erhöhung für das Jahr 2017 zugestimmt, damit die Situation wieder kostendeckend wird. Seit dem Jahr 2011 musste keine Beitragserhöhung vorgenommen werden. Nach wie vor handelt es sich im Vergleich zu anderen Gemeindebeiträgen um einen erfreulich tiefen Ansatz.

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