Während gut zehn Tagen liess die Gemeinde Winznau beim Fussgängerstreifen zwischen Schulhäusern und Sportanlagen einen unauffälligen Radarmesskasten aufstellen. Die Messungen sollten helfen, eine Antwort auf die Anfrage aus der Bevölkerung zu geben, die Verkehrssituation dort zu prüfen. Es werde zu schnell gefahren.

Doch die Messungen zeigten ein anderes Bild: Die erlaubte Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer wurde nur einmal überschritten – mit 51 Stundenkilometern. Ansonsten passierten Zweiräder und Autos mit zwischen 20 und 30 Stundenkilometern. «Gemeinsam mit der Polizei stellten wir fest, dass zwar viel Verkehr herrscht, aber nicht zu schnell gefahren wird», so Gemeindepräsident Daniel Gubler. Deshalb werden keine weiteren Massnahmen ergriffen. Verbesserung bei Signalisation und Beleuchtung sind bereits erfolgt.

Pensen in der Schule erhöht

Weiter kam an der Gemeindeversammlung der neue Stellenplan zur Sprache. Erstmals wurde aufgrund der neuen Dienst- und Gehaltsordnung ein solcher nötig. Gleichzeitig stand ein Ausbau der Pensen an: Es hatte sich der Bedarf nach einer festen Sekretariatsstelle Schulleitung von 20 Prozent abgezeichnet, bisher von befristeten Angestellten besetzt. Zusätzlich reichte das Pensum des Reinigungspersonals von 30 Prozent nicht aus, da der Aufwand analog zur Schulraumgrösse gestiegen war.

Die 25 anwesenden Stimmberechtigten genehmigten die Schaffung einer Sekretariatsstelle Schulleitung von 20 Prozent sowie die Erhöhung des Pensums der Reinigungskraft von 30 auf 60 Prozent einstimmig.

Des Weiteren genehmigte die Versammlung die neue Dienst- und Gehaltsordnung (DGO). Dabei ging es hauptsächlich darum, aufgrund kantonaler Vorgaben und Umstellung auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM 2 nötig gewordene Änderungen vorzunehmen.

Hervorzuheben sind die neue Lohntabelle, die Schaffung eines Stellenplans sowie die Regelung, dass Angestellte nicht mehr automatisch in der Lohnklasse aufsteigen können. Die Änderungen der DGO hatte auch eine Anpassung der Gemeindeordnung zur Folge. Die Revision letzterer wurde ebenfalls einstimmig genehmigt, ebenso die Rechnung der Sozialregion Olten.

Vorsicht trotz gutem Abschluss

Dass die laufende Verwaltungsrechnung einen Ertragsüberschuss ausweisen konnte, lag hauptsächlich daran, dass die Steuereinnahmen die Erwartungen übertrafen. Gemeindepräsident Gubler mahnte aber zur Vorsicht: «Gerade wegen Schäden an den Schulanlagen mussten wir hohe Nachtragskredite sprechen. Die Finanzen müssen wir zukünftig im Auge behalten.»