Däniken

Postverteilstelle soll umgebaut werden – bleibt die Postfiliale nun definitiv?

Ohne die Zustellfahrzeuge der Post wäre gar nicht erkennbar, dass es sich bei diesem Gebäude an der Walkistrasse in Däniken um eine Postverteilstelle handelt.

Ohne die Zustellfahrzeuge der Post wäre gar nicht erkennbar, dass es sich bei diesem Gebäude an der Walkistrasse in Däniken um eine Postverteilstelle handelt.

In Däniken liegt ein Baugesuch vor, dass den Umbau der Postverteilstelle im Industriequartier vorsieht. Dies, obwohl unklar ist, ob die Postfiliale dem Dorf überhaupt längerfristig erhalten bleibt.

Vor wenigen Wochen verkündete die Post AG in einer Medienmitteilung, dass der Verbleib der beiden Poststellen in Dulliken und Däniken zumindest bis im Jahr 2020 sichergestellt ist. Was nachher mit den beiden Standorten passiert, ist noch unklar. «Es bestehen zurzeit keine Pläne, das Netz nach 2020 zu verändern. Die Post passt ihr Netz an, weil sich das Verhalten der Kundinnen und Kunden wandelt. Deshalb ist nicht auszuschliessen, dass es auch nach 2020 zu Anpassungen beim Filialnetz kommt», liess die Post damals verlauten.

Nun liegt in Däniken ein Baugesuch vor. Es tangiert allerdings nicht die Postfiliale, sondern die Postzustellstelle im Däniker Industriequartier. Sie soll umgebaut und somit fit für die Zukunft gemacht werden. Ist dieses Gesuch bereits jetzt ein Indiz dafür, dass die Poststelle Däniken längerfristig bleiben wird? «Davon gehe ich nicht aus. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun», ist Dänikens Gemeindepräsident Matthias Suter überzeugt.

Nein, lautet denn auch die Antwort der Post: «Der Betrieb der Zustellstelle Däniken steht nicht im Zusammenhang mit dem Betrieb der Filiale Däniken», schreibt Antoinette Feh Widmer, die Leiterin der regionalen Kommunikation Deutschschweiz, auf Anfrage dieser Zeitung. «Es handelt sich um zwei unterschiedliche Standorte, die bereits heute separat arbeiten.»

Lostorf zieht nach Däniken

Dass nun ein Umbau geplant ist, hat also einen anderen Grund: Die Post benötigt auch in Zukunft eine Verteilzentrale für Däniken und die Gemeinden Dulliken, Lostorf, Obergösgen und Rohr. Ab dem 1. April 2019 werden in der Verteilstelle in Däniken Mitarbeitende aus Däniken und Lostorf zusammenarbeiten. Somit werden dann im Betrieb 20 Mitarbeitende beschäftigt, vorher waren es deren zehn.

Im Inneren der Zentrale wird mehr Platz für die neuen Angestellten gebraucht. Geschafft wird dieser einerseits durch die Umbauarbeiten: Neu entsteht ein Zwischenstockwerk, wo neue Garderoben, ein Pausenraum sowie Büroräumlichkeiten angesiedelt werden. Andererseits werden die Zustellfahrzeuge, die bislang im Gebäude abgestellt wurden, neu im Aussenbereich der Liegenschaft parkiert: «Dort wird ein Witterungsschutz am Vordach angebracht, um die Fahrzeuge geschützt unterstellen zu können», berichtet Feh Widmer weiter.

Voraussichtlich wird mit dem Umbau zwischen Ende Januar und Anfang Februar 2019 gestartet. Er soll bis im März abgeschlossen sein, und die umgebaute Zustellstelle soll im April in Betrieb genommen werden. Also dann, wenn die Lostorfer Post-Mitarbeiter nach Däniken umziehen. Zu den Kosten des Umbaus bezieht die Post keine Stellung.

Zeithorizont von fünf Jahren

Wie auch das Filialnetz werden die Postverteilstellen immer wieder neu beurteilt, wie Feh Widmer Auskunft gibt. Dieser Zeithorizont beläuft sich auf fünf Jahre. Dann wird auch der Verbleib der Zustellstelle wieder neu beurteilt.

Der Umbau der Verteilstelle im Däniker Industriequartier hat also nichts mit dem Verbleib der Filiale im Dorfzentrum zu tun. Gemeindepräsident Suter sagt aber: «Wir werden auch in Zukunft bestrebt sein, die Filiale zu erhalten.»

Autor

Rahel Bühler

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