Vom 11. August bis zum 3. September fanden im Schlosshof Niedergösgen unter der Regie von Käthi Vögeli die zweijährlichen Schlossspiele statt. Zu Shakespeares vierhundertstem Todestag wurde dieses Jahr im Freilichttheater sein wohl berühmtestes Drama «Romeo und Julia» in einer schweizerdeutschen Version aufgeführt. Bei den Schauspielern und Helfern handelte es sich um Freiwillige, die mit viel Leidenschaft und Freude am Projekt arbeiteten.

Positive Rückmeldungen

Nun ist die letzte der fünfzehn Vorführung vorbei, die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz: Es gab gegen 3000 Besucher und vielen ausverkaufte Vorstellungen, sagt Käthi Vögeli, Regisseurin des Stücks. Auch den Zuschauern habe das Freilichttheater gut gefallen. «Sowohl mündlich als auch schriftlich, per Mail oder via Facebook haben sich die Zuschauer bei uns gemeldet. Das Feedback war umwerfend», freut sich die Regisseurin. Fast bei jeder Aufführung habe es eine Standing Ovation gegeben.

Auch Kurt Henzmann, Präsident der Schlossspiele, ist von den Rückmeldungen der Besucher und der sehr guten Auslastung der Vorstellungen begeistert. Ein weiteres Highlight sei für ihn die grosse Zahl an jungen Schauspielern gewesen. Besonders freue er sich darüber, dass viele junge Männer teilgenommen haben, was sonst meist nicht der Fall sei. «Ich denke, das liegt daran, dass im Stück viele spannende Kampfszenen vorkommen, welche die jungen Männer nachstellen konnten», sagt Henzmann.

Obwohl ein Freilichttheater wettertechnisch grosse Risiken mit sich bringt, ist laut Vögeli nichts schiefgegangen. «Wir hatten riesiges Wetterglück. Insgesamt regnete es nur bei zwei Vorstellungen – und für diese waren wir gut ausgerüstet», erklärt sie. Die Zuschauertribüne war gedeckt, somit stellte sich der Regen als geringes Problem heraus.

Zufriedene Veranstalter

Alles in allem waren die Schloss-Spiele in den Augen der Verantwortlichen ein grosser Erfolg. Rückblickend erklärt Präsident Henzmann, dass er beim nächsten Mal nur Kleinigkeiten verändern würde: «Beispielsweise könnte man die Plakate etwas grösser machen. Es handelt sich jedoch um sehr kleine Änderungen.›› Regisseurin Vögeli zeigt sich zufrieden mit der Inszenierung und der künstlerischen Umsetzung des Klassikers und betont, «dass der Erfolg beim Publikum bestätigt, dass wir den richtigen Weg gewählt haben».