Der bekannte Solothurner Rekord-Jongleur Paul Sahli fuhr mit dem Auto ausserorts nahe Erlinsbach, als er bei einem Maisfeld ins Rutschen kam. Der Grund ist, dass Gülle auf der Fahrbahn liegt. Sahli kann den das Auto unter Kontrolle bringen und ruft die Kantonspolizei Solothurn, wie er gegenüber «Tele M1» berichtet.

Als diese eintrifft, untersucht sie die Fahrbahn, findet aber nichts Schlimmes an etwas Gülle auf der Strasse. «Die Polizisten sagten mir, Gülle könne nicht rutschig sein», so Sahli. Zwar informierten die jungen Polizisten den Bauer, dass er die Strasse säubern müsse. Von einer Sicherung der Strasse oder einer Signalisation sahen sie aber ab, so Sahli.

Nur eine halbe Stunde später kam der Unterentfelder Urban Schmidt auf seinem Oldtimer-Motorrad angefahren und rutscht auf der Güllespur aus. Er hat Glück, dass kein Auto auf der Gegenfahrbahn entgegen kam. «Ich danke Gott, dass nicht mehr passiert ist», so Schmidt gegenüber «Tele M1». Es wurmt ihn aber, dass sein Oldtimer-Töff einige hässliche Kratzer davon trug. 

Für Paul Sahli ist klar: Der Unfall hätte nicht geschehen müssen. Sahli: «Es war anfängerhaft, dass die beiden jungen Polizisten hier nichts machten.» Zufälligerweise waren es dieselben Polizisten, welche zum Unfall von Schmidt ausrücken mussten.

Mediensprecher Bruno Gribi räumt gegenüber «Tele M1» ein: «Möglicherweise war dies eine Fehleinschätzung.» Er ergänzt aber: «Nachdem der Landwirt alarmiert wurde, lief noch mehr Gülle auf die Strasse, obwohl er sagte, er würde den betreffenden Abschnitt reinigen.» Nichtsdestotrotz: «Das nächste Mal würde man wohl ein Signal aufstellen», so Gribi.

Dem Bauer droht nun eine Anzeige wegen Verunreinigung der Strasse. Zudem ist er für den Schaden am Oldtimer-Töff verantwortlich.

Die beiden Polizisten haben juristisch wohl nichts zu befürchten. (az)