Schönenwerd
Pfahlbauer bessern im Ballypark Dachfirste aus

Der mit dem Gartenpreis ausgezeichnete Ballypark wird nun verschönert. Seit letzter Woche werden die Firste der Schilfdächer mit Roggenstroh ausgebessert.

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Yanis Zürcher (rechts) und sein Helfer Benjamin Doyon bei der Arbeit auf den Pfahlbauten, beobachtet von einer Drohne (hinten Iinks) Leserfoto

Yanis Zürcher (rechts) und sein Helfer Benjamin Doyon bei der Arbeit auf den Pfahlbauten, beobachtet von einer Drohne (hinten Iinks) Leserfoto

Bryan Schmid

Seit letzter Woche sind im Schönenwerder Ballypark zwei Pfahlbauer an der Arbeit: Der Schilfdachdecker Yanis Zürcher (Uetendorf) und sein Helfer Benjamin Doyon (Allmendingen) bessern die Firste der Schilfdächer mit neuem Roggenstroh aus.

Das sei etwa alle zwei bis drei Jahre nötig, bestätigt auf Anfrage Ulrich Glättli, Präsident der Betriebskommission des Ballyparks, die den Auftrag im Rahmen ihrer jährlichen Unterhaltsplanung für den Park erteilt hat. «Gewisse Vogelarten benützen vor allem die Firste als Materiallieferanten für ihre Nestbauten», so Glättli.

«Wenn das Wetter gut ist, sind wir Ende dieser Woche fertig», erklärt Yanis Zürcher. Er ist einer von ganz wenigen Schilfdachspezialisten in der Schweiz und war schon im Ballypark dabei, als die Pfahlbauten nach der Zerstörung durch das Jahrhunderthochwasser vom August 2007 wieder aufgebaut wurden, damals noch unter Leitung seines inzwischen verstorbenen Lehrmeisters Markus Sommer.

Beobachtet wurden die beiden Pfahlbauer von Martin Burkhard (Uetendorf), der mithilfe einer Drohne das seltene Handwerk in einem Film dokumentieren will. Das Zusammentreffen von moderner und urzeitlicher Technik fotografierte der 11-jährige Bryan Schmid aus Reinach BL, der mit seinem Grossvater Hansruedi Heiniger aus Aeschi SO den Ballypark besuchte. (cva)