Das alte Pfadiheim war marode, von Schimmel und Parasitenbefall geplagt und musste weg. Nachdem das Haus bereits im Oktober 2017 abgerissen wurde, dauerte es rund ein Jahr, bis die Finanzierung für den Neubau stand (wir berichteten).

Im September 2018 dann konnte die Pfadi Gösgen stolz mitteilen: «Das Geld reicht für den Bau der schlüsselfertigen Hülle des neuen Pfadiheims», sagte Markus Spielmann, Präsident des Pfadiheim-Vereins, damals zu dieser Zeitung.

«Wir sind derzeit mehr als im Plan»

Nun konnten Ende 2018 die Bauarbeiten für das neue Pfadiheim auf dem Inseli in Niedergösgen beginnen. «Wir sind derzeit mehr als im Plan. Die Arbeiten laufen sehr gut», bestätigt Spielmann auf Anfrage. 

Aktuell werden die Vorbereitungen für das Aufstellen des Holzbaus erledigt. Bauleiter Marco Bitterli erzählt: «Die Arbeiter sind gerade daran, das Fundament abzudichten.» Gestern wurde auch noch das Gerüst aufgestellt.

«Ich habe mich zu Verfügung gestellt»

Nach dem Fundament, dem Austrocknen des Betons und dem Abdichten kann laut Bitterli dann Anfang Februar der Holzbau aufgestellt werden. Bitterli und Marco Meier leiten den Bau des neuen Pfadiheims. Sie leisten einen Grossteil der Arbeit kostenlos: «Meine Tochter ist aktiv in der Pfadi, darum habe ich mich zu Verfügung gestellt», sagt Bitterli.

Besonders die Planung und die Vorbereitung für den Bau des neuen Pfadiheims seien intensiv gewesen. «Zum Schluss wird es dann eine Mischrechnung aus gezahlten Arbeitsstunden und Fronarbeit geben.» Die Materialien würden hingegen mit dem Budget der Pfadi Gösgen bezahlt werden.

15 Jugendliche malten während den Ferien die Fassade an

Neben der kostenlosen Hilfe von den Bauexperten engagieren sich auch die Pfadi-Mitglieder am Bauprojekt: «Über Weihnachten und Neujahr haben sich auch die Pfadileiter betätigt: Rund 15 Jugendliche bemalten zusammen die Holzlatten für die Fassade des neuen Pfadiheims bei der Zimmerei Meier + Brunner AG in Laupersdorf», erzählt Spielmann vom Pfadiheim-Verein. Man habe sich für die Farbe Grau entschieden.

Dank der tatkräftigen Hilfe der Jugendlichen war die Arbeit innert nur eines Tages erledigt. Spielmann: «Es war auch gut, dass die Pfadileiter selbst Hand anlegen konnten beim Bau des neuen Pfadiheims. So entsteht gleich eine Verbundenheit dazu.»

Aufrichtefest am 23. März geplant

In den nächsten Wochen, nach dem Aufstellen der schlüsselfertigen Hülle, werden die ersten Inneninstallationen und das Anbringen aller Anschlüsse erledigt. Bereits im März steht aber schon der erste offizielle Termin für die Pfadi Gösgen an: Am Samstag, 23. März, feiert der Verein das Aufrichtefest für die ganze Bevölkerung und alle beteiligten Helfer und Handwerker.

Mit der Versteigerung eines Kunstwerks des Schönenwerder Künstlers Paul Gugelmann soll nochmals ein Beitrag zur Fertigstellung des Pfadiheims eingenommen werden. Spielmann erklärt: Der Holzbau sei finanziert, für den Innenausbau des Pfadiheims suche der Verein aber noch Spenden, um diesen möglichst zweckmässig und vollständig ausführen zu können.

Kredit von Gemeinde wurde freigegeben

Der Niedergösger Gemeinderat hat ausserdem den Kredit über 180'000 Franken, der an der Budgetgemeindeversammlung im November 2017 gesprochen wurde, mittlerweile freigegeben.

Läuft das Bauprojekt weiter nach Plan, soll der Innenausbau des Heims im Frühling und Sommer erfolgen. Laut Spielmann sind der Bezug und die Einweihung dann im Herbst 2019 geplant.