Am Freitag konnte die Baukommission Niedergösgen dem Pfadiheim-Verein schriftlich mitteilen, dass dem Bauvorhaben jetzt rechtlich nichts mehr entgegensteht. Damit ist die Baubewilligung erteilt. Mündlich war der Pfadiheim-Verein bereits vororientiert worden, wie Gemeindeschreiberin Antonietta Liloia gestern auf Anfrage erklärte.

Das kantonale Amt für Umwelt (AfU) habe der Baukommission Niedergösgen am 28. Februar mitgeteilt, dass aufgrund der bisherigen Ergebnisse der Altlastenuntersuchung am Standort des Pfadiheims kein altlastenrechtlicher Sanierungsbedarf gegeben sei. Damit stehe dem Neubau des Pfadiheims aus Sicht des AfU nichts mehr entgegen. Der Gemeinderat Niedergösgen konnte diese Mitteilung aus Solothurn an seiner Sitzung vom 28. Februar zur Kenntnis nehmen.

Zur Erinnerung: Die Baukommission Niedergösgen hatte das Baugesuch für ein neues Pfadiheims am Standort des bisherigen, baufälligen und nicht mehr benutzbaren Heims bereits im September 2015 bewilligt. Das AfU erhob jedoch Einspruch und verlangte, dass vor jeder baulichen Veränderung abgeklärt werden müsse, ob der Standort sanierungsbedürftig sei. Der Gemeinderat musste daraufhin einen Kredit von 50 000 Franken für eine Voruntersuchung bewilligen.

Während der Standort des Pfadiheims offenbar unbedenklich ist, ergibt sich aus Sicht des AfU in anderen Arealen auf dem Inseli zusätzlicher Untersuchungsbedarf. Der Gemeinderat hat an seiner Sitzung vom 28. Februar über geschätzte Mehrkosten von 20 000 Franken gesprochen, aber noch keinen Entscheid gefällt.