Gretzenbach

Partnerunterricht wird an der Schule abgeschafft

Der Partnerunterricht wird in der Schule der Gemeinde Gretzenbach auf das nächste Jahr abgeschafft. (Archivbild)

Der Partnerunterricht wird in der Schule der Gemeinde Gretzenbach auf das nächste Jahr abgeschafft. (Archivbild)

Auf Grund von zu hohe Kosten wird der Partnerunterricht in Gretzenbach abgeschafft. Jedoch werden die lernschwachen und die begabten Schülerinnen und Schüler von heilpädagogischen Zusatztstunden profitieren dürfen.

Der Gemeinderat hat sich an der letzten Sitzung mit diversen Geschäften von der Primarschule befasst. Zum einen wurden die Pensen für das neue Schuljahr diskutiert. Ebenfalls hat der Gemeinderat sich mit den Lektionen der «Speziellen Förderung» sowie mit dem Partnerunterricht im Kindergarten befasst.

Zurzeit werden an der Schule 13 volle Abteilungen geführt. Aufgrund der Schülerzahlen in der Höhe von 257 Kinder wurden für das neue Schuljahr 12 volle und eine reduzierte Abteilung beantragt. Im Kindergarten werden ab dem neuen Schuljahr nur noch drei Klassen geführt.
Der Gemeinderat stimmte diesem Antrag zu und lässt sich bestätigen, dass dies gegenüber dem aktuellen Pensenplan eine marginale Einsparung bedeutet. Seit der Einführung «Spezielle Förderung» wird an der Primarschule Gretzenbach inklusiv Kindergarten integrativ unterrichtet.

Schülerinnen und Schüler mit besonderem pädagogischem Förderbedarf werden in der Regelklasse integriert und zusätzlich von einer schulischen Heilpädagogin begleitet und unterstützt. Aufgrund der kantonalen Vollzugsverordnung erhält jede Schule gemäss Schülerzahl subventionierte Lektionen für die Spezielle Förderung zugeteilt, welche die Schule bedarfsgerecht einsetzen muss. Die Ressourcierung ist vom Kanton auf 20–28 Lektionen pro 100 Schüler festgelegt worden. Bei einer maximalen Ausschöpfung würde man bei unserer Schülerzahl von knapp 72 Lektionen sprechen bzw. mindestens 52 Lektionen. Die Schulleiterin beantragte dem Gemeinderat 62 Poollektionen sowie 10 Lektionen für den Logopädieunterricht.

Der Gemeinderat hat diesen Antrag genehmigt und unterstrich damit die Wichtigkeit einer guten Schule. Weiterhin sollen die lernschwachen wie aber auch die sehr begabten Kinder von diesen Lektionen profitieren dürfen.

Abschaffung des Partnerunterrichts

Seit der Einführung der Blockzeiten gibt es auf der Kindergartenstufe den Partnerunterricht. Der Partnerunterricht dauert zwei Lektionen pro Woche und findet nur dann statt, wenn alle Kinder anwesend sind. Der Partnerunterricht dient dem Kindergarten vor allem zur Betreuung von einzelnen Kindern mit speziellen Bedürfnissen, für die Vertiefung von Themen aber auch für Exkursionen. Aufgrund der schlechten Rechnungsabschlüsse und des Budgets ist der Gemeinderat gezwungen, die Ausgabenposten zu hinterfragen. Abklärungen haben ergeben, dass in der Region die Gemeinde Gretzenbach eine der wenigen ist, welche den Partnerunterricht noch im Angebot hat. Der Gemeinderat beschloss an der letzten Sitzung, ab dem Schuljahr 2020/2021 auf den Partnerunterricht zu verzichten und spart somit jährlich 28'000 Franken.

Im Jahr 2011 wurde der Nachtbus eingeführt. Der Vertrag mit den Busbetreibern ist jeweils auf drei Jahre beschränkt. Die Nachtwelle ist ein beliebtes und erfolgreiches Angebot. Die Fahrgastzahlen steigen kontinuierlich an und das Angebot wird von den Einwohnern geschätzt und genutzt. Der Gemeinderat stimmte einer befristeten Weiterführung der Nachtwelle für die nächsten drei Jahre zu. Die Kosten für die Einwohnergemeinde Gretzenbach belaufen sich auf 5401 Franken und sind aufgrund der erfolgreichen Fahrgastenzahlen gegenüber den Vorjahren gesunken.

Debora Mala aus Schönenwerd hat Lehrstelle erhalten

Die im August 2020 freiwerdende kaufmännische Lehrstelle auf der Gemeindeverwaltung konnte mit Debora Mala aus Schönenwerd besetzt werden. Gesamthaft sind 18 Bewerbungen eingegangen. Debora Mala wird während ihrer Lehrzeit das Profil M, Kauffrau mit Matur, absolvieren.

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