Obergösgen
«Ein ganz normaler Mietpreis für ein so grosses Restaurant» – Der Landgasthof Fähre steht seit mehreren Jahren leer

Via einer Online-Annonce sucht eine Immobilienfirma aus Zug einen neuen Geschäftsführer für das Restaurant Fähre in Obergösgen. Bislang wurde jedoch noch niemand gefunden.

Rebecca Rutschi Jetzt kommentieren
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Das momentan leerstehende Restaurant Fähre in Obergösgen.

Das momentan leerstehende Restaurant Fähre in Obergösgen.

Bruno Kissling

Rund dreieinhalb Jahre steht er optisch schon leer - der Landgasthof «Fähre» mitsamt Kegelbahn an der Dullikerstrasse 2 in Obergösgen. Dabei befindet er sich eigentlich – unmittelbar am Ufer der alten Aare – an schöner Lage. Vor knapp einer Woche wurde dann aber eine Annonce auf dem Internet-Vergleichsdienst Comparis hochgeladen, in welcher der Gasthof zur Miete ausgeschrieben ist. «Ein schönes und geräumiges Restaurant mit grosser Küche, Kühlraum, Cheminéeraum, Theke, Esssaal und Toiletten», wirbt die Besitzerin, die Goda Verwaltung AG mit Sitz in Zug. Das gibt es für 4700 Franken im Monat.

«Ein ganz normaler Mietpreis für ein so grosses Restaurant», meint eine Vertreterin der Goda Verwaltung AG auf Anfrage, die ihren Namen nicht nennen will. Schliesslich gehöre zum Restaurant auch eine Kegelbahn.

«Und wenn man geschickt wirtschaftet, kann man an diesem Standort einen guten Gewinn machen.»

Die Goda Verwaltung AG übernahm die Räumlichkeiten, nachdem sie der letzte Besitzer im Jahr 2017 aufgegeben hat. Von aussen sah es dann aus, als habe der Gasthof seitdem leer gestanden. Dem sei nicht so gewesen, betont die Verantwortliche der neuen Besitzerfirma. Es sei bald an einen neuen Geschäftsführer vermietet worden, der da ein Restaurantbetrieb eröffnen wollte. Daraus wurde aber nichts. Der Frage warum nicht, weicht die Verantwortliche aus. Er habe eben schlecht geplant, meint sie nur.

Was in Zukunft aus dem Gasthof passiert, kann sie nicht sagen. Eine neue Mieterin oder ein Mieter wurde bis jetzt noch nicht gefunden. Die Goda Verwaltung AG hoffe auf einen guten Geschäftsführer, der den Gastronomiebetrieb wiedereröffnen wolle.

Wirft man einen Blick durch die grossen Fenster der «Fähre» sieht es nicht so aus, als ob es dazu bald schon kommen würde. Die Räumlichkeiten sehen leer und verlassen aus. Ehemalige Besitzer hätten jedoch einiges an Mobiliar dagelassen, sagt die Verantwortliche. Es stehe dem zukünftigen Mieter frei, dies für den eigenen Betrieb zu benutzen. Noch bleibt es also spannend: Was passiert mit der «Fähre» wohl als nächstes?

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