Anlässlich seiner Beratungen vom letzten Montag absolvierte der Dulliker Gemeinderat eine eigentliche Marathonsitzung. In seinem Eintretensvotum zum Budget 2018 warf Shirkou Moradi, Ressortleiter Finanzen, seinen Blick kurz zurück auf die letzten Jahre, in denen es dem Gemeinderat dank einer gradlinigen Finanzpolitik gelungen war, die beeinflussbaren Kosten konstant tief zu halten.

In der Folge konnte der Steuerfuss vor wenigen Jahren um fünf und vorletztes Jahr um weitere vier auf 119 Punkte gesenkt werden. Dank einer sehr positiven Entwicklung konnten die Gemeindefinanzen konsolidiert werden, weshalb Dulliken heute mit einem beachtlichen Netto-Vermögen von immerhin 2500 Franken pro Einwohner dasteht.

Finanzausgleich belastet Budget

Im Zuge der Budgetierung pro 2018 zeigte sich aber auch eine Schattenseite der Dulliker Erfolgsgeschichte. Wegen des stark gestiegenen Steueraufkommens fährt Dulliken auch nächstes Jahr im Finanzausgleich deutlich schlechter.

Dass die Finanzkommission dem Rat dennoch einen Voranschlag mit einem Gewinn präsentieren kann, führte Moradi nicht nur darauf zurück, dass sich die Kommissionen und Verwaltungsabteilungen bei ihren Budgeteingaben zurückhielten, sondern auch auf Einsparungen im Zuge der Budgetverhandlungen der Finanzkommission.

Darüber hinaus auch auf eine erneute spürbare Zunahme bei den Vermögenserträgen, dies dank der Einnahmen aus der Elektra Dulliken AG sowie aus dem Darlehen an die Genossenschaft Betreutes Wohnen im Alter BIA.

Zudem verwies er darauf, dass wegen der 2014 vorgenommenen vollständigen Abschreibung des Verwaltungsvermögens der Abschreibungsbedarf massiv reduziert bleibt.

Exakt im kantonalen Schnitt

Anschliessend präsentierte der Verwalter die konkreten Zahlen. Das Budget 2018 rechnet bei unverändertem Steuerbezug in der allgemeinen Rechnung mit einem Ertragsüberschuss in Höhe von rund 125'000 Franken.

Bei den natürlichen Personen liegt Dulliken mit einem Steuerfuss von 119 Punkten exakt im kantonalen Durchschnitt und bei den juristischen Personen mit lediglich 89 Punkten gar unter den fünf steuergünstigsten Solothurner Gemeinden. Die Wasserrechnung sieht einem Cashflow von gut 120'000 Franken entgegen.

Die Abwasserrechnung erwartet einen Einnahmenüberschuss von 165'000 Franken und die Feuerwehrrechnung einen Cashflow von 23 000 Franken. Die Abfallrechnung ist hingegen wegen der unlängst beschlossenen 15-prozentigen Gebührensenkung voraussichtlich mit rund 70 000 Franken im Minus. Damit sollen die Gebührenreserven langsam abgebaut werden.

Dulliken wird nächstes Jahr einen Gesamt-Cashflow von rund 540'000 Franken erwirtschaften, sodass 45 Prozent der geplanten Nettoinvestitionen von rund 1'215'000 Franken aus den erwirtschafteten Mitteln finanziert werden können.

Gemeindepräsident Walter Rhiner zeigte sich sehr erfreut darüber, dass Dulliken trotz der vorübergehenden Verschlechterung im Finanzausgleich den tieferen Steuerbezug halten kann. Oppositionslos genehmigte der Gemeinderat alsdann in der Schlussabstimmung das Budget 2018, welches der Gemeindeversammlung vom Montag, 11. Dezember 2017, um 20 Uhr, in der Aula «Kleinfeld» unterbreitet wird.