Das haben der von Gemeinderat Han-Lin Chou (Schönenwerd) präsidierte Schulvorstand der SUN sowie der Gemeindepräsident von Niedergösgen, Kurt Henzmann, beschlossen.

Die SUN reagiert damit auf den Bericht der Fachhochschule Nordwestschweiz zur externen Schulevaluation (ESE). Die Situation der Schulhausleitung in Niedergösgen hatte im ESE-Bericht zur einzigen gelben Ampel (im Bereich Arbeitsklima für Lehrpersonen) geführt. Im Übrigen attestiert der Bericht der SUN sieben grüne Ampeln.

Teilpensum wird ausgeschrieben

Der Niedergösger Schulleiter Heinrich Peterhans wird also die mit einem 35-Prozent-Pensum dotierte Schulhausleitung der SUN in Niedergösgen abgeben. Die SUN schreibt diese Stelle mit unverändertem Pensum zur Neubesetzung aus; bereits heute Donnerstag erscheint das Inserat im Schulblatt. SUN-Schulleiter Hans Ulrich Tanner (Schönenwerd) rechnet damit, dass die Schulhausleitung etwa in einem halben Jahr neu besetzt werden kann.

«Die Trennung der beiden Aufgaben liegt im Interesse beider Schulen und war auch ein Anliegen von mir», erklärt Peterhans selbst gegenüber dieser Zeitung. Er kam vor zwei Jahren als Quereinsteiger nach Niedergösgen und übernahm die aus den zwei Teilpensen zusammengesetzte Vollzeitstelle. Schon im ersten Jahr habe er gemerkt, dass die 65 Prozent für die Schulleitung der Primarschule Niedergösgen eher zu wenig seien, im zweiten Jahr habe sich das bestätigt. «Der Befund der ESE hat mich deshalb nicht überrascht», sagt Peterhans. Die FHNW habe die Situation sehr gut analysiert.

«Das Pensum für die Schulleitung der Primarschule ist zu tief angesetzt», bestätigt auch Gemeindepräsident Kurt Henzmann. «Das haben wir schon länger vermutet, und das hat nichts mit der Person des Schulleiters zu tun.» Henzmann zeigt sich bereit, über eine Erhöhung des Pensums zu reden und nennt 80 Prozent als mögliche Grössenordnung für die Zukunft. Der Niedergösger Gemeinderat werde sich an seiner nächsten Sitzung damit befassen. Sowohl Heinrich Peterhans, der in Erlinsbach SO wohnt, wie auch Kurt Henzmann äussern sich gewillt, die Zusammenarbeit fortzusetzen.

Insgesamt zeigt sich die SUN vollauf einverstanden mit dem ESE-Bericht und dankt dem Evaluationsteam. Die SUN unterrichtet rund 400 Oberstufen- Schülerinnen und -Schüler aus den fünf Gemeinden Däniken, Eppenberg-Wöschnau, Gretzenbach, Niedergösgen und Schönenwerd. Am Standort Niedergösgen wird in jedem der drei Sek-Jahrgänge je eine Sek-B- und Sek-E-Klasse geführt.

Am Standort Schönenwerd sind es zurzeit je zwei Sek-B-, eine Sek-E- und zwei Sek-P-Klassen im 1. und 2. Jahrgang, dazu je zwei Sek-B- und Sek-E-Klassen im 3. Jahrgang. (cva)