Dulliken
Neues wird mit Altem verbunden – Der «Brüggli-Park» nimmt Formen an

Das Millionen-Projekt Alters- und Pflegeheim Brüggli in Dulliken kommt voran. In ein paar Monaten werden die insgesamt 24 neue Wohnungen eingeweiht. Das «Brüggli» wird dadurch zum «Brüggli-Park».

Myriam Sperisen
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Bei der Alterssiedlung Brüggli in Dulliken wird gebaut.
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 24 neue Wohnungen wird es geben.
 24 neue Wohnungen wird es geben.
Alterssiedlung Brüggli Dulliken
 Bei der Alterssiedlung Brüggli wird gebaut.
 Bei der Alterssiedlung Brüggli wird gebaut.
 Ein Blick ins Innere des neuen Wohnungstraktes.
 Aus dem Brüggli wird der Brüggli-Park.
 Ein Blick ins Innere des neuen Wohnungstraktes.
 Aus dem Brüggli wird der Brüggli-Park.
 Ein Blick ins Innere des neuen Wohnungstraktes.
 Architekt Alexander Brun erklärt den Baustatus seines Projekts.
 Bei der Alterssiedlung Brüggli wird gebaut.
 Das Alters- und Pflegezentrum steht in Dulliken.
 Bei der Alterssiedlung Brüggli wird gebaut.

Bei der Alterssiedlung Brüggli in Dulliken wird gebaut.

Remo Fröhlicher

In ein paar Monaten sind die neuen Wohnungen im viergeschossigen «Brüggli» bezugsbereit. Genau genommen sind es die Wohnungen der Genossenschaft Betreutes Wohnen im Alter (BIA). Das heutige Alters- und Pflegeheim in Dulliken wird den erweiterten Namen «Brüggli Park» tragen, da es sich dann im Gesamtkonzept nicht mehr nur um ein ausschliessliches Alters- und Pflegeheim handelt.

Bereits im Frühling 2019 ist es soweit, und bisher läuft alles nach Plan. Der zuständige Architekt Alexander Brun vom Büro BK Architekten in Reiden bestätigt dies vor Ort. Es seien schon alle der insgesamt 24 Wohnungen vermittelt, sagt Daniel Ricardo Frey, Präsident der BIA. Zum Projekt meint er: «Es ist ein grosszügiges konzeptionell ausgezeichnetes Projekt, das sich in Bezug auf den Baukörper architektonisch gut mit dem Alters- und Pflegeheim verbindet.»

Interessante Herausforderungen

Bei einem Rundgang auf der Baustelle zeigt sich: Die technischen Installationen sind teilweise beinahe abgeschlossen, so etwa im Heizungsraum oder im Technikraum der Arztpraxis und der Physio-Praxis. Derzeit werden Gipserarbeiten verrichtet, Plättli gelegt und Geländer installiert. Zudem stehen Spenglerarbeiten an.

Der Neubau ist so konzipiert, dass er sich an das bestehende Gebäude anfügt. Dies stellte den Architekten vor interessante Herausforderungen. «Wir haben hier private und halbprivate Räume, die wir in ein Gesamtkonzept zusammenfassten», erklärt Brun. Private Räume sind die Wohnungen. Aber auch Hobbyräume, die zusätzlich hinzugemietet werden können. Als halbprivat wird beispielsweise ein Aufenthaltsraum angesehen.

Direkte Verbindung vorhanden

Der neue Empfang stellt ein wichtiges Element dar, dominant Richtung Junkerbrunnenweg. Dieser wird vor allem den Praxen sowie den Alterswohnungen dienen. Es besteht zudem eine direkte Verbindung zum bisherigen Gebäude.

Laut Patrick Albiker, Heimleiter des «Brüggli» Dulliken, wird aber der alte Empfang beibehalten. Schon nur wegen der unmittelbaren Nähe zur Bushaltestelle, wie Albiker betont. Auch BIA-Präsident Frey schätzt dort die Nähe zum öffentlichen Verkehr, sowie auch zur Natur. Tatsächlich wird beim Projekt grosser Wert darauf gelegt. Es entsteht ein neuer Garten mit Weiher und Streichelzoo. Zudem werden im Garten und auf dem Dach Hochbeete konzipiert, ganz nach Vorbild des Urban Gardening. So können Hobbygärtner auch bis ins hohe Alter wirken.

Vom «Brüggli» zum «Brüggli Park»

Die Erweiterung des Alters- und Pflegeheims in Dulliken ist beträchtlich. Bis nächstes Jahr entstehen hier 24 Wohnungen für das betreute Wohnen sowie ein Ärztezentrum und eine Physiotherapie-Praxis, wobei dies dann rechtlich gesehen eigenständige Unternehmen sind. Der neue Gebäudekomplex wird den alten architektonisch gesehen übertrumpfen. Die unterirdische Einstellhalle wird erweitert und verfügt dann über 60 Abstellplätze. Womit das gegenwärtige Parkplatzproblem gelöst wäre: «So können wir auch dem Personal Parkplätze anbieten, was die Parksituation für die Gäste stark erleichtert», freut sich Heimleiter Patrick Albiker.

Neu wird die Institution unter dem Namen «Brüggli Park» laufen, es fehlt nur noch das Logo. Der «Brüggli Park» soll die vor gut vier Jahren vom Kantonsrat beschlossene Pflegeheimplanung 2020 berücksichtigen. Die Botschaft hierbei lautet: «Wer noch selbstständig ist, soll nicht ins Heim.» Das Projekt «Brüggli Park» wird mitgetragen durch die BIA, Genossenschaft Betreutes Wohnen im Alter, Dulliken.

Diese wurde am 22. August 2013 gegründet. Aktuell zählt sie 305 Genossenschafter, vor allem Einzelpersonen und private Firmen. Die künftigen Bewohner der Alterswohnungen können gegen Rechnung verschiedene Dienste des Alters- und Pflegeheims in Anspruch nehmen, zum Beispiel Mahlzeitendienst oder Wäschedienst.

Alle Wohnungen verfügen zudem über einen Notfallknopf. Das bisherige Alters- und Pflegeheim Brüggli verfügt über 62 Betten. Die Spitex Dulliken-Obergösgen-Starrkirch-Wil wird aus Platzgründen von der alten Heimleiterwohnung in neue Büroräumlichkeiten im Erdgeschoss des «Brüggli» einziehen.
Die Kosten für die BIA belaufen sich auf 15,7 Mio. Franken.

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