Dulliken
Neues räumliches Leitbild: Bestehendes optimieren statt Land verbrauchen

Die Gemeinde präsentiert der Bevölkerung am Freitag in der Aula Kleinfeld den Entwurf eines neuen räumlichen Leitbildes.

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Für die die bessere Lesbarkeit des Dulliker Zonenplans wurde eine dreidimensionale Darstellung gewählt.

Für die die bessere Lesbarkeit des Dulliker Zonenplans wurde eine dreidimensionale Darstellung gewählt.

zvg

Die Einwohnergemeinde Dulliken hat ihr räumliches Leitbild erarbeitet. Es setzt sich unter anderem mit den Fragen von Wohnraumentwicklung, Nutzung des industriellen und gewerblichen Raums sowie mit Siedlungsstrukturen auseinander. An einer Info-Veranstaltung wird es morgen Freitag, 19. August, der Bevölkerung vorgestellt.

Wie sieht die Gemeinde in 15 bis 25 Jahren aus? Wo wird der Boden wie genutzt? Wie werden die Verkehrsprobleme gelöst? Wie kann man die Landschaft schützen? Wo ergeben sich welche Freizeitmöglichkeiten? Diese Fragen hat sich die Einwohnergemeinde Dulliken gestellt und zusammen mit dem Raumplanungsbüro Schneider, Olten, ihr räumliches Leitbild erarbeitet.

Ebenso wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Sie besteht aus Walter Rhiner (Gemeindepräsident), Guido Bärtschi (Landwirt), Walter Balmer (Betriebsfachmann), Silvia Kuratli (Hausfrau), Shirkou Moradi (Geograf), Peter Rickenbacher (Maschinen-Ingenieur), Konrad Schenker (Architekt), Luca Spiegel (Lehrer), Markus Stauffiger (Sozialversicherungs-Experte) und Lukas Wittmer (Landwirt) sowie Daniel Schneider (Olten, Raumplaner).

Angemessenes Wachstum

Mit einer aktiven Siedlungspolitik soll Dulliken angemessen wachsen. Zu diesem Zweck sind zuerst die unbebauten Parzellen innerhalb der Bauzone zu schliessen. Die Siedlungsränder sollen klar erkennbar sein. Dabei sollen sich Siedlung und Landschaft ineinander verweben dürfen. Die Landschaft um das Siedlungsgebiet soll erhalten bleiben.

Bestehende Wohnbauten sollen möglichst optimiert bewohnt und genutzt werden. Nach Möglichkeit soll die nach neuem Raumplanungsgesetz geforderte, verdichtete Bauweise die Nachfrage nach Wohnungen decken. Die Gemeinde will den Boden haushälterisch nutzen und den Erschliessungsaufwand sparsam planen.

Dabei unterstützt Dulliken energieeffiziente Bauweisen; nicht nur im privaten Bereich, sondern vorbildhafterweise auch bei den öffentlichen Bauten. Die Gemeinde trägt ihrer Geschichte Rechnung und legt auf die Gestaltung der Bauten entlang der Dorfstrasse besonderen Wert. Lesbare Strukturen wie Bauvolumen, Vorgärten und Vorplätze sollen planerische Leitlinien darstellen und Bauwilligen helfen, so ihre Projekte zu verwirklichen.

Arbeitsplätze erhalten

Produzierende Betriebe mit hoher Wertschöpfung und hoher Arbeitsplatzdichte sollen Dulliken als attraktiven Standort wählen. Eine Ausweitung der Industrie- und Gewerbezone ist nicht angezeigt. Hingegen sollen die bestehenden Industriebrachen mit neuen Betrieben aktiviert und belebt werden.

Dulliken sichert und optimiert zudem das Angebot des öffentlichen Verkehrs. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden, vor allem der schwächeren, steht im Mittelpunkt der Verkehrsplanung.

In den letzten Jahren hat sich im Bereich «Schäfer» ein drittes Zentrum zu etablieren begonnen. Die Bautätigkeit hat in diesem Dorfteil signifikant zugenommen. Neben Wohnbauten sind Einkaufsgelegenheiten und Tankstellenshops entstanden.

Dulliken nimmt diese Entwicklung in seine Planung auf und verknüpft diese Schlüsselstelle mit den bestehenden in den Bereichen «Zentrum» und «Bahnhof».

Themen, welche über die Gemeindegrenzen hinaus beschäftigen – Schulen, Verkehr, Zweckverbände oder Aareraum – sollen mit den Nachbargemeinden oder regional diskutiert werden.

Info-Anlass am Freitag

Die Einwohnergemeinde Dulliken lädt morgen Freitag, 19. August, um 19 Uhr zu einer entsprechenden Informationsveranstaltung in geselligem Rahmen in die Aula des Schulhauses Kleinfeld ein. Die Unterlagen können vom 20. August bis zum 16. September zu den ordentlichen Öffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung Dulliken besichtigt werden.

Ausserdem ist die Bevölkerung eingeladen, während 20 Tagen nach dem Info-Anlass öffentlich mitzuwirken und sich zum überarbeiteten Leitbild zu äussern; Unterlagen dazu werden am Info-Anlass abgegeben oder sind auf der Gemeindeverwaltung erhältlich. (pd)