Obergösgen

Neues Leben kehrt ein: Das Hochstudhaus wird zum Restaurant

Samuel Rindisbacher, Betriebsleiterin Senada Haller und Küchenchef Christoph Moor (v.l.) präsentieren das Schild des neuen Restaurants «StudHuus».

Samuel Rindisbacher, Betriebsleiterin Senada Haller und Küchenchef Christoph Moor (v.l.) präsentieren das Schild des neuen Restaurants «StudHuus».

Nach langem Stillstand folgt ein Neuanfang im Hochstudhaus in Obergösgen: Der ehemalige Lostorfer Gemeindepräsident Samuel Rindisbacher eröffnet ein Restaurant mit saisonalen Gerichten im historischen Gebäude.

Er trotzt dem Beizensterben: Der Lostorfer Samuel Rindisbacher richtet mit seiner Partnerin Senada Haller in Obergösgen ein neues Restaurant ein. Und zwar im Hochstudhaus an der Grenze zu Winznau. Die Liegenschaft stand seit ihrem Umbau, der 2015 fertiggestellt wurden, fast immer leer.

Nun hat Rindisbachers Immobilienfirma, die riba home ag aus Lostorf, das Objekt im März vor einem Jahr vom Vorbesitzer Markus Borner aus Olten abgekauft. «Es ist absolut geeignet für ein Restaurant», schwärmt der neue Besitzer. «Es ist ein spezielles Gebäude mit einer wunderschönen Umgebung, genügend Parkplätzen und der Möglichkeit, einen Gartensitzplatz einzurichten.» Das Restaurant wird an eine Betreibergesellschaft verpachtet. Derzeit ist die Pächterin auch eine Firma von Rindisbacher.

Das Hochstudhaus in Obergösgen früher und heute.

Das Hochstudhaus in Obergösgen früher und heute.

Der ehemalige Gemeindepräsident von Lostorf verfügt bereits über Erfahrung im Gastrogewerbe: Zusammen mit seiner Partnerin wirtete er im aargauischen Rothrist im Restaurant Geisshubel. Wegen Unstimmigkeiten mit dem Verpächter hätten sie sich entschlossen, diesen Betrieb aufzugeben. «Wir möchten etwas Eigenes machen, damit wir uns nicht mehr mit denselben Sorgen umherschlagen müssen», sagt Rindisbacher. Er selbst wird allerdings nicht hinter dem Herd stehen, sondern einen Teil seines Teams aus Rothrist mitnehmen: Dazu gehören Küchenchef Christoph Moor und Betriebsleiterin Senada Haller.

«StudHuus» wird es heissen

Das Lokal verfügt über 30 Sitzplätze im Erdgeschoss und 30 weitere im Obergeschoss. «Bei uns soll der Gast sein Essen zu vernünftigen Preisen geniessen können», erklärt Rindisbacher. Welche Art der Küche er anbieten wird, verrät er nicht, sagt aber, dass saisonale Gerichte den Schwerpunkt bilden werden. «Es wird auch gewisse Standardspeisen geben.»

Kein Geheimnis hingegen ist der Name des neuen Restaurants: Es heisst «StudHuus», wie das Schild verrät. Die Küche ist im Untergeschoss des Hauses mit der markanten Glasfassade angesiedelt. Geöffnet hat es von Mittwoch bis Samstag von 17 Uhr bis «Feierabend» und am Sonntag durchgehend von 11 bis 20 Uhr. Die Lokalität wird laut Rindisbacher zwei festangestellte Mitarbeiter und drei Angestellte auf Abruf beschäftigen. Nebst dem Restaurantbetrieb sieht er ausserdem vor, Seminare und Schulungen in den Räumen im Obergeschoss durchzuführen. «Natürlich in Kombination mit Mittagessen», so der Lostorfer.

Eröffnung im Frühling geplant

Wenn in den nächsten Wochen alles nach Plan läuft, kann die neue Beiz im Frühling ihre gläsernen Tore öffnen. Bislang kamen allerdings einige Punkte dazwischen. Ursprünglich sollte es nämlich im vergangenen Herbst eröffnet werden. Das Baugesuch wurde in Obergösgen bereits vor einer Weile eingereicht. Nachdem es ohne Einsprachen bewilligt worden sei, mussten gewisse Abklärungen gemacht werden und Auflagen des Kantons erfüllt werden. So ging es etwa darum, dass die Küchenmitarbeiter, die im Untergeschoss tätig sein werden, Zugang zu einem Fenster haben werden, oder dass der Abstand zum Wald, der sich hinter dem Hochstudhaus befindet, eingehalten wird.

Derzeit läuft der Bau eines zusätzlichen Gebäudes, in dem die sanitären sowie die technischen Anlagen installiert werden.

Autor

Rahel Bühler

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