Das gekonnte Spiel der Jagdhornbläser-Vereinigung Falkenstein/Oberaargau unter der Leitung von Alois Kissling eröffnete die Generalversammlung des Hegerings Olten Gösgen Gäu. Präsident Christian Wüthrich durfte nebst vielen Jägerinnen und Jägern hochrangige Gäste begrüssen. Zum einen war dies Regierungsrätin Esther Gassler und zum anderen Kurt Altermatt, Präsident von Revierjagd Solothurn.

Als deutlichste Änderung im Jagdgesetz werden die Jagdgesellschaften spüren, dass sie sich künftig in der Rechtsform eines Vereins organisieren müssen. Damit wird vor allem die Solidarhaftung aller Pächter gegenüber Dritten abgeschafft. Gegenüber dem Kanton bleibt die Solidarhaft bestehen, namentlich für die Bezahlung des Pachtzinses. Die von Schwarzwildschäden betroffenen Reviere müssen künftig nur noch 35% anstatt 50% der Schäden tragen. Zudem ist die Schadenssumme auf die Höhe des Jahrespachtzinses begrenzt.

Christian Wüthrich erklärte: «Das neue Jagdgesetz wurde unter Einbezug sämtlicher Anspruchsgruppen erarbeitet und stellt einen Kompromiss der unterschiedlichen Interessen dar. Insgesamt ist aber festzustellen, dass das neue Jagdgesetz in wichtigen Bereichen eine wesentliche Verbesserung für die Jäger darstellt.»

Steigende Zahl von Jungjägern

Trotz vieler anderer Themen hatte das neue Jagdgesetz in der vergangenen Zeit hohe Priorität. Die Totalrevision seien sie mit viel Vorsicht angegangen, weil die Meinungen dazu vielfältig sind. Auch mussten verschiedenste Interessengruppen ins Boot geholt und unter einen Hut gebracht werden. Die im Sommer die Regierung verlassende Esther Gassler erklärte: «Ich bin jetzt während zwölf Jahren in der Regierung. Dieses Amt habe ich stets gerne ausgeübt. Mit den Jägern war es nicht immer einfach, aber mit dem neuen, schlanken und modernen Jagdgesetz findet alles ein positives Ende.»

Im Weiteren sei die steigende Anzahl der Jungjägerinnen und Jungjäger sehr positiv zu werten. Zudem sei es auch an ihr, für die gute Zeit und die tollen Begegnungen zu danken. Den Jägerinnen und Jägern wünscht die Magistratin für die Zukunft nur das Allerbeste.

Der Hegering vom unteren Kantonsteil ist mit über 200 Jägerinnen und Jägern der grösste der insgesamt sechs Hegeringe. Er wird als sehr engagiert und fortschrittlich wahrgenommen. Hier stellt man sich den neuen jagdlichen Herausforderungen und geht sie aktiv an. Beim Schwarzwild, das uns seit Jahren zunehmend herausfordert, wurde zuerst Lehrgeld bezahlt.

Aber man hat auch rasch gelernt und neue Ansätze und Methoden in der Bejagung des Schwarzwildes entwickelt, beispielsweise die grossen Bewegungsjagden, die seit ein paar Jahren höchst erfolgreich durchgeführt werden. Das sind organisatorisch und sicherheitsmässig absolute Meisterleistungen. Kurt Altermatt erläuterte: «Hier hat sich der Hegering eine grosse Kompetenz erarbeitet. Ihr seid schweizweit mit an der Spitze und man schaut auf Euch und lernt von Euch.»

Eine Änderung gibt es auch im Vorstand. Neu wird Eddie Niggli vom Revier Wolfwil als Sekretär amten. Die abtretende Sekretärin Pia Arnold aus dem Revier Born wurde mit grossem Dank für die geleisteten Dienste verabschiedet. Mit den abschliessenden Klängen der Jagdhornbläser sowie einem Nachtessen, serviert durch die Jagdgesellschaft Däniken, welche diese Veranstaltung organisierte, endete die Generalversammlung 2017.

Alle Jahresberichte wurden einstimmig und ohne Enthaltungen genehmigt.