Lostorf

Neues Hauptstrassenkonzept wurde der Kritik der Bevölkerung ausgesetzt

Der Dorfplatz in Lostorf mit der BOGG-Bushaltestelle soll verkehrsberuhigt werden.

Der Dorfplatz in Lostorf mit der BOGG-Bushaltestelle soll verkehrsberuhigt werden.

Nach zweijähriger Planungszeit steht nun ein erstes Konzept für die Sanierung des ein Kilometer langen Strassenabschnitts Hauptstrasse Nord in Lostorf. Am Mittwochabend wurde das Konzept nun der Lostorfer Bevölkerung vorgelegt und deren kritischen Voten ausgesetzt.

Wer schon einmal die Hauptstrasse im Lostorfer Oberdorf befahren hat, der weiss: Hier muss etwas getan werden. Die vierzigjährige Strasse hat schon einiges erdulden müssen und gleicht heute eher einer Schotterpiste. Nach zweijähriger Planungszeit steht nun ein erstes Konzept für die Sanierung des ein Kilometer langen Strassenabschnitts Hauptstrasse Nord.

Erarbeitet wurde es von einer Kerngruppe aus dem Ressort Bau, gemeinsam mit einem beauftragten Planungsteam und einer Begleitgruppe bestehend aus Anwohnern, Strassennutzern, Gewerbetreibenden und vielen mehr.

Am Mittwochabend wurde das Konzept nun der Lostorfer Bevölkerung vorgelegt und deren kritischen Voten ausgesetzt.

Sorgenkind Dorfplatz

Neben der baufälligen Strasse müssen veraltete Leitungen ausgetauscht und der Hochwasserschutz gewährleistet werden. Ebenfalls sollen Schulwege sicherer und die Situation für den öffentlichen Verkehr verbessert werden.

Die Wendehaltestelle Dorfplatz sorgt bei Stosszeiten, wenn bis zu drei Busse gleichzeitig ankommen, oftmals für Staus. So wurde dem Bereich um den Dorfplatz bei der Konzeptplanung besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Dieses sieht vor, dass die Busse weiterhin auf dem Dorfplatz wenden, sich die eigentliche Bushaltestelle jedoch einige Meter nach unten verschiebt. Diese Haltebucht soll den fliessenden Verkehr erhalten, ein zweiter Bus würde dann die bisherige Wendestation zum Halten nützen.

Für einen allfälligen dritten Bus soll es eine Fahrbahnhaltestelle gegenüber der Haltebucht geben. Mit ÖV-Nutzern, Kindern auf dem Schulweg, Velofahrern und dem motorisierten Verkehr ist der Dorfplatz ein Knotenpunkt für verschiedenste Verkehrsteilnehmer.

Um die gegenseitige Rücksichtnahme zu fördern, schlug die Arbeitsgruppe entweder eine Begegnungszone mit Tempo 20 oder eine 30-er Zone vor. Besonders die Idee der Begegnungszone stiess im Publikum auf wenig Anklang: «Sie fördert lediglich eine falsche Sicherheit», meinte ein Lostorfer, «Fussgänger müssen geleitet werden, mit Trottoirs und Fussgängerstreifen», ergänzte ein anderer.

Es gab jedoch auch lob für die Arbeitsgruppe, sie habe gute Arbeit geleistet und ein sinnvolles Konzept aufgestellt, meinte jemand. Lediglich an Details müsse noch gefeilt werden.

Zumutung oder Erleichterung

Ebenfalls für Diskussionen sorgten geplante Engstellen im oberen Strassenteil, welche einerseits die Sicht für Autofahrer aus einmündenden Strassen verbessern, andererseits die Aufmerksamkeit erhöhen und die Geschwindigkeit anpassen sollten. «Für Lastwagen und Landwirtschaftliche Fahrzeuge sind solche Verengungen eine Zumutung», meinte ein Anwesender, «besonders wenn rücksichtslose Autofahrer im Spiel sind».

Das Team um Ressort Leiter Bau Andreas Bünder, der die Diskussion leitete, nahm Anregungen und Kritik entgegen. Bünder musste immer wieder anmerken, dass man sich erst in der Konzeptphase befinde und Details wie Beleuchtungen noch nicht geklärt seien.

Auf die neue Hauptstrasse muss Lostorf nämlich noch ein paar Jahre warten, Baubeginn ist für Ende 2019 geplant.

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