Obergösgen
Neuer Anlauf für die Jugendarbeit

Die Jugendkommission von Obergösgen präsentierte ein neues Konzept für die Offene Jugendarbeit. Der Gemeinderat unterstützt es vollumfänglich.

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In Obergösgen hat es bisher noch nicht geklappt mit der Jugendarbeit. Das soll sich jetzt ändern. (Archiv)

In Obergösgen hat es bisher noch nicht geklappt mit der Jugendarbeit. Das soll sich jetzt ändern. (Archiv)

Offene Jugendarbeit Zürich

Die Jugendkommission Obergösgen plant zurzeit ein neues Angebot für Jugendliche. «Wir werden den Jugendlichen langfristig nicht gerecht», so Eliane Wiederkehr, Aktuarin der Jugendkommission. Grund dafür sei, dass die Kommission bis anhin alleine für die Jugendarbeit zuständig war.

Den Mitgliedern der Jugendkommission fehlt es jedoch an Mitteln, die benötigt wären, um eine professionelle Jugendarbeit zu führen. Die Kommissionsmitglieder haben beispielsweise keine Ausbildungen im sozialen Bereich, und auch zeitlich sei es schwierig gewesen, nebenbei Jugendarbeit zu leisten. «So war es für uns schwierig, an die Jungen ranzukommen», erklärt Wiederkehr.

Drei Jahre Pilotphase

Um dies zu ändern, wird nun das Projekt «Offene Jugendarbeit» geplant. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lostorf und dem Verein Jugend und Freizeit Wohlen (VJF) soll eine dreijährige Pilotphase des Projekts stattfinden. Zwei zurzeit in Lostorf tätige Jugendarbeiter sollen künftig mit separaten Verträgen auch in Obergösgen zum Einsatz kommen.
Wie das Konzept genau aussehen soll, ist noch unklar.

Es soll jedoch demjenigen der Lostorfer Jugendarbeit ähneln – nur etwas kleiner. Ziel sei, Jugendliche in die Gemeinde mit einzubeziehen, sodass sich diese im öffentlichen Raum wohl fühlen können und lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Bei den Jugendarbeiten der meisten Gemeinden sind die Zielgruppen Jugendliche aus der Oberstufe. In Obergösgen sollen jedoch auch jüngere Kinder angesprochen werden: Das Angebot ist auf Kinder und Jugendliche ab der 5. Klasse zugeschnitten.

Das Projekt «Offene Jugendarbeit» wurde dem Gemeinderat vorgestellt. Dieser ist vom Vorhaben überzeugt und unterstützt es vollumfänglich.

Kids-Band

Das Projekt startete im Februar dieses Jahres mit 12 Teilnehmern. Die Band setzt sich aus 7 Sopranflöten, 2 Gitarren, je einem Akkordeon, Trompete und Klavier zusammen. Der Unterricht wurde konstant besucht und die motivierten Kids wuchsen zu einer verschworenen Gruppe zusammen. Der Gemeinderat war sehr erfreut über die positive Entwicklung und genehmigte den Antrag, die Kids-Band ab dem neuen Schuljahr fix in das Musikschulangebot aufzunehmen. (bmo/ks)