Lostorf
Neue Überbauung für die Kernzone geplant

Der Gemeinderat von Lostorf hat den Gestaltungsplan Trottenacker IIB genehmigt und zur öffentlichen Planauflage freigegeben.

Markus von Däniken
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Das Grundstück für den Gestaltungsplan Trottenacker IIB zwischen Trottenacker- und Hauptstrasse in Lostorf.

Das Grundstück für den Gestaltungsplan Trottenacker IIB zwischen Trottenacker- und Hauptstrasse in Lostorf.

Markus von Däniken

In Lostorf möchte ein Grundstückbesitzer im Gebiet Trottenacker eine gut ins Orts- und Quartierbild eingebettete Überbauung (Mehrfamilienhäuser) an zentraler Lage errichten. Um dies zu ermöglichen, ist eine Zonenplanänderung notwendig.

Bereits mit der Überbauung Trottenacker I hat die Absicht bestanden, auch eine Überbauung Trottenacker II B zu realisieren. Das Grundstück GB Lostorf Nr. 1887 liegt zwischen der Trottenackerstrasse und der Hauptstrasse in zwei Zonen mit unterschiedlichen Bauvorschriften. Der Grundstücksteil an der Ostseite der Hauptstrasse liegt in der Kernzone K 2, derjenige an der Trottenackerstrasse hingegen in der Kernrandzone KR 2.

Der Lostorfer Gemeinderat erachtet es als sinnvoll, das ganze Grundstück in die Kernzone umzuzonen. Es wurde ein Gestaltungsplan ausgearbeitet. Die Änderungen und Ergänzungen gemäss dem Vorprüfungsbericht des kantonalen Amts für Raumplanung wurden zusammen mit den Erkenntnissen des auf Verlangen des Ausschusses Kernzone erstellten Vorprojekts in die neuen Planungsunterlagen integriert. Das Mitwirkungsverfahren wurde mittels einer persönlichen Orientierung der direkt anstossenden Parteien durchgeführt.

Der Gemeinderat hat einstimmig entschieden, den vorliegenden Gestaltungsplan Trottenacker II B zu genehmigen und zur 30-tägigen öffentlichen Planauflage freizugeben.

Schulweg 1 wird 2017 rückgebaut

Bei der Überprüfung der Liegenschaft Schulweg 1 (ehemals Schreinerei Annaheim) wurden gravierende Mängel festgestellt. Die elektrischen und sanitären Installationen sind komplett veraltet und entsprechen in keiner Weise mehr den heutigen Standards. Das Dach und die Spenglerarbeiten sind stellenweise in einem maroden Zustand. Es wird vermutet, dass Wasser ins Gebäude eindringt. Zum Teil haben sich Deckenverkleidungen gelöst, einzelne Wände weisen Risse und Abplatzungen auf und die Kellertreppe ist im untersten Bereich nicht mehr begehbar.

Die Baukommission hat sich mit der Thematik befasst und dem Gemeinderat Vorschläge dazu unterbreitet. Der Zustand der Liegenschaft lässt keine minimale Sanierung zu. Eine erforderliche grundlegende Komplettsanierung bringt bei hohen Investitionskosten nur einen geringen Nutzen. Ein Rückbau der Liegenschaft wird als kostengünstigste Variante erachtet. Damit könnte Platz geschaffen werden, um allenfalls eine weitere Notunterkunft für asylsuchende Personen zu erstellen.

Der Gemeinderat hat einstimmig entschieden, die Kosten für den Rückbau der Liegenschaft Schulweg 1 im Budget 2017 vorzusehen und den Rückbau im Jahr 2017 durchzuführen. Die Baukommission wurde im Weiteren beauftragt, Abklärungen für das Erstellen einer Asylbewerber-Notunterkunft auf dem Grundstück durchzuführen.

Einladungen nicht mehr in jedes Haus

Bisher wurde jeder Haushaltung in Lostorf – zurzeit rund 1700 – eine Botschaft (Einladung) zur bevorstehenden Gemeindeversammlung zugestellt. Pro Jahr finden zwei ordentliche und je nach Bedarf eine bis zwei ausserordentliche Gemeindeversammlungen statt. Die Gemeinde ist gemäss § 9 der Gemeindeordnung verpflichtet, die Stimmberechtigten mindestens 7 Tage im Voraus zur Gemeindeversammlung einzuladen. Die Einladung ist im Publikationsorgan der Gemeinde, dem Niederämter Anzeiger, zu veröffentlichen oder den Stimmberechtigten zuzustellen. Die Anträge des Gemeinderates sowie die entsprechenden Unterlagen können zudem während der Einladungsfrist auf der Verwaltung eingesehen werden.

Zirka 90 Prozent der versandten Botschaften landen ungelesen in der Papiersammlung, was nicht unbedingt umweltfreundlich ist. Im Sinne von Ressourceneinsparungen (Papier, Strom usw.) hat der Rat beschlossen, die Botschaft zur Gemeindeversammlung ab dem Jahr 2017 nicht mehr in sämtliche Haushaltungen zu versenden. Die Botschaft zu den Traktanden wird aber wie bis anhin jeweils rechtzeitig vor der Gemeindeversammlung auf der Homepage der Gemeinde aufgeschaltet. Für Personen ohne Internetzugang besteht trotzdem die Möglichkeit, die Unterlagen zur Gemeindeversammlung direkt bei der Gemeindekanzlei im Abonnement (kostenlos) zu beziehen oder wie bis anhin vorgängig auf der Verwaltung einzusehen. (mvd)