Schönenwerd
Neue Überbauung: Aus Werkhof wird Wohnquartier

Andreas Meier baut auf dem Mader-Areal eine Überbauung mit acht freistehenden Einfamilienhäusern.

Christian von Arx
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Der Niedergösger Andreas Meier (links) hat von Franz Mader das Areal des ehemaligen Werkhofs der Mader & Cie AG in Schönenwerd gekauft.

Der Niedergösger Andreas Meier (links) hat von Franz Mader das Areal des ehemaligen Werkhofs der Mader & Cie AG in Schönenwerd gekauft.

Remo Fröhlicher

In einem Jahr wird das Umfeld des Schönenwerder Sportplatzes Feld anders aussehen als heute: Ab März wird die neue Sport- und Eventhalle Mittelland gebaut (wir berichteten), und gleich vis-à-vis wird der ehemalige Werkhof des Baugeschäfts Mader & Cie AG durch eine Überbauung mit acht freistehenden Einfamilienhäusern am Hechtenweg ersetzt.

Morgen Mittwoch, 1. Februar, wird auf diesem Areal ein neues Kapitel aufgeschlagen. Auf dieses Datum übernimmt die Tannenbaum Generalbau AG, Niedergösgen, das 3250 m2 grosse Areal des früheren Mader-Werkhofs. Die Tannenbaum Generalbau AG wurde vor einem Jahr gegründet und gehört zu 100 Prozent dem Niedergösger Transport- und Tiefbauunternehmer Andreas Meier.

Eine Nutzung des Mader-Areals für sein eigenes Bauunternehmen kommt für Meier aber nicht infrage, dazu sei die Erschliessung für den Lastwagenverkehr ungeeignet. Vielmehr plant er eine Einfamilienhaus-Überbauung, die das direkt an den Schachenwald angrenzende Wohnquartier am Hechtenweg erweitern wird. Das benachbarte Büro- und Wohngebäude Schachenstrasse 36 bleibt im Besitz der Mader & Cie AG. Diese hat 1998 die Aktivität als Baugeschäft aufgegeben.

Der bisherige Eigentümer Franz Mader hat die Vermietung des einstigen Werkhofs seines Baugeschäfts Mader & Cie AG an einen Gartenbauer und an ein örtliches Baugeschäft gekündigt. Käufer Andreas Meier will das Areal dieses Frühjahr räumen und die Werkhallen abbrechen. «Im Herbst wollen wir mit dem Bau der Einfamilienhäuser beginnen, im Sommer 2018 sollen sie bezugsbereit sein», sagt Meier zu seinem ehrgeizigen Zeitplan.

Nahe an Wald, Badi und Schulen

Geplant sind acht freistehende, zweigeschossige Einfamilienhäuser mit einer Wohnfläche von bis zu 200 m2. Damit nicht im Grundwasser gebaut werden muss, werden die Keller etwas über das Niveau des Terrains angehoben.

Über den zwei Geschossen ist zudem ein Attikageschoss möglich. Meier ist überzeugt, mit den Einfamilienhäusern in Schönenwerd einem Bedürfnis zu entsprechen. Als Vorteile des Standortes sieht er etwa das Naherholungsgebiet mit Wald und Aare, die Nähe der Badi und des Sportplatzes, aber auch die nur wenige Gehminuten entfernte zweisprachige Swiss International School mit Tagesschule und Kinderhort.

Erschlossen wird die neue Überbauung mit einer Stichstrasse von der Schachenstrasse aus. Letztere wird im Zug des Baus der Sport- und Eventhalle Mittelland vom Verkehr zur Badi und zum Sportplatz entlastet: Die Erschliessung dieser Anlagen und der neuen Halle wird ausschliesslich über die Aarestrasse geführt, die Zufahrt von der Schachenstrasse aus ist nicht mehr möglich. Meiers Bauvorhaben nimmt die kürzlich gestartete Ortsplanungsrevision in Schönenwerd vorweg: Bisher war das Areal des Werkhofs Teil einer gemischten Wohn- und Gewerbezone, neu sieht die Gemeinde dort eine reine Wohnzone vor.

Zentraler Werkhof fürs Baugeschäft

Wie Franz Mader berichtet, hatte die Firma Mader ihren Zentral-Werkhof mit Magazin- und Werkhalle, Garagen, Schalungs- und Lagerhalle Mitte der 1960er Jahre erstellt. Er war ein Dienstleistungsbetrieb für das Baugeschäft. Er wurde von fünf Mann bewirtschaftet, die auch Schlosserarbeiten und Schalungsbau betrieben, Fahrzeuge und Inventar reparierten und alle Klein- und Grossbaustellen der Firma zentral von Schönenwerd aus bedienten.

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