Der Dulliker Gemeinderat absolvierte am vergangenen Montag eine sechsstündige Marathonsitzung. Im Zentrum stand die Schulraumplanung, die vergangenes Jahr lanciert worden war.

Auslöser für diesen Prozess waren die seit geraumer Zeit wieder steigenden Schülerzahlen in Kombination mit veränderten Anforderungen an das Schulraumangebot als Folge der neuen Unterrichtsformen im Zusammenhang mit der Umsetzung des neuen Lehrplanes 21.

Ohne neues Schulhaus braucht es teure Provisorien

Das Solothurner Fachbüro Kontextplan AG nahm das gesamte vorhandene Raumangebot in den Dulliker Schulhäusern auf und stellte dieses dem künftigen Schulraumbedarf gegenüber. Dabei kristallisierte sich ein markanter Bedarf an zusätzlichen Unterrichtsräumen heraus.
Und es besteht dringender Handlungsbedarf: Nur wenn im Sommer 2023 ein neues Schulhaus bezugsbereit ist, kann auf die Erstellung von teuren Provisorien verzichtet werden.

Ein neues Schulhaus wird Investitionen in der Höhe von 12 Millionen Franken bedingen. Es soll als Anbau an das bestehende Langmattschulhaus realisiert werden. Um von Synergien profitieren zu können, soll gleichzeitig auf demselben Areal ein zentrales Kindergartengebäude für sechs Abteilungen gebaut werden — für 5,2 Millionen Franken.

Im Juni soll darüber abgestimmt werden

Der Gemeinderat ist sich einig, dass die Detailplanung umgehend angegangen werden muss, damit der politische Meinungsbildungsprozess aufgrund eines fundierten Grundlagenpapiers stattfinden kann. Voraussichtlich wird deshalb die Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2019 über einen entsprechenden Planungskredit zu befinden haben.

In etwas fernerer Zukunft wird sich eine Totalsanierung des Alten Schulhauses aufdrängen, die die Kontextplan AG mit rund 5,5 Millionen Franken veranschlagt.

In einer ersten kurzen Einschätzung stellte der Rat fest: Dieser enorme Investitionsbedarf trifft die Gemeinde dank der weitsichtigen Finanz- und Steuerpolitik in den vergangenen Jahren nicht unvorbereitet. Dulliken verfügt aktuell über ein Nettovermögen von gut 15 Millionen Franken. (MGT)