Schönenwerd
Neue Lichtmasten, damit dem FC nicht das Licht ausgeht

Bis spätestens 2018 braucht der FC Schönenwerd-Niedergösgen eine neue Flutlichtanlage auf dem Feld. Sechs neue Lichtmasten sollen aufgestellt werden.

Raphael Wermelinger
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Das Hauptfeld im Vordergrund soll endlich eine Beleuchtung bekommen. Der Platz im Vordergrund muss wegen des Baus der Sporthalle verschoben werden, die Lichtmasten sind veraltet.

Das Hauptfeld im Vordergrund soll endlich eine Beleuchtung bekommen. Der Platz im Vordergrund muss wegen des Baus der Sporthalle verschoben werden, die Lichtmasten sind veraltet.

Remo Fröhlicher

Der Sportplatz Feld in Schönenwerd soll schon bald komplett um- und deutlich aufgerüstet werden. Die BaS Immobilien AG errichtet mit der «Sporthalle Mittelland» eine neue Spielstätte für den NLA-Klub Volley Schönenwerd. «Der Baurechtsvertrag braucht noch zwei, drei Anpassungen, sollte aber bis Ende Monat unter Dach und Fach sein», erläuterte Gemeindepräsident Peter Hodel den aktuellen Stand.

Der Baurechtsvertrag sei ein sehr wichtiges Papier für Volley Schönenwerd, betont er: «Wenn das beieinander ist, sind sie bereit zuzuschlagen.» Hodel zeigte sich zuversichtlich, dass 2017 der Spatenstich der «Sporthalle Mittelland» erfolgen werde.

Vom Neubau betroffen ist auch der FC Schönenwerd-Niedergösgen. Mit rund 300 Aktivmitgliedern, davon sind 60 Prozent in Schönenwerd wohnhaft, ist dieser der grösste Verein des Dorfes. Die neue Halle wird auf dem kleinen Fussballfeld neben der Schachenstrasse gebaut. Zusätzliche Parkplätze und die neue Zufahrtsstrasse nehmen ebenfalls Platz weg. Deshalb muss der Trainingsplatz, der als einziger beleuchtet ist, um knapp zehn Meter verschoben werden.

Da die Flutlichtanlage bis spätestens 2018 an die Richtlinien des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) hätte angepasst werden müssen, was sich bei einer fünfzigjährigen Anlage nicht lohnt, hält sich der Aufwand der Platzverschiebung in Grenzen. Hodel rechnet mit Ausgaben in der Höhe von maximal 15'000 Franken.

Sechs neue Lichtmasten

Ein Fussballklub braucht natürlich trotzdem Licht. Deshalb will der FC Schönenwerd-Niedergösgen das Hauptfeld mit sechs neuen Lichtmasten ausstatten. Die Projektgruppe des FCSN erarbeitete einen Massnahmenplan und präsentierte diesen dem Gemeinderat an der Sitzung vom 13. September. Dieser beschloss, «die Umsetzung der neuen Beleuchtung anzugehen und bei der Gemeindeversammlung am 12. Dezember einen Investitionskredit zu beantragen.» Die Gesamtkosten für die Platzverschiebung sowie die neue Beleuchtung schätzt Peter Hodel auf etwa 250'000 Franken.

«Wenn man betrachtet, wie viel der FC in die Förderung der Jugend investiert, ist es absolut nötig, dass etwas gemacht wird. Es braucht eine nachhaltige, aber auch vernünftige Lösung», so der Gemeindepräsident.

«Der geplante Bau der Sporthalle hat alles ins Rollen gebracht», äusserte sich Joel Kleger, Co-Präsident des FCSN und Mitglied der Projektgruppe, zu den anstehenden Massnahmen. Nachdem das Baugesuch für die Halle abgesegnet war, habe der Klub bei der Gemeinde interveniert, da er vor allem wegen der neuen Zufahrtsstrasse stark betroffen sei vom Umbau. «Deshalb machten wir eine Kostenevaluation für eine neue Beleuchtung mit sechs Masten für den Hauptplatz und die Nebenplätze.» Der erarbeitete Plan (siehe Abbildung) wurde dem Gemeinderat vorgestellt.

Der von der Projektgruppe des FC Schönenwerd-Niedergösgen erarbeitete Plan zeigt die Lage der neuen Sporthalle sowie die drei Fussballfelder. des FCSN

Der von der Projektgruppe des FC Schönenwerd-Niedergösgen erarbeitete Plan zeigt die Lage der neuen Sporthalle sowie die drei Fussballfelder. des FCSN

zvg

Dass eine Flutlichtanlage für einen Fussballverein überlebenswichtig sei, verstehe sich von selbst. «Unsere Idee ist deshalb, dass auch die Nebenplätze weiterhin beleuchtet bleiben», sagte Irene Capillo, Mitglied der Projektgruppe und für die Kostenschatzung und das Einholen der Offerten verantwortlich. «Dies wäre eine kostengünstige Lösung. Zudem ist vorgesehen, zwei der bestehenden Masten zu versetzen, um das Juniorenfeld zu beleuchten.»

Die Projektgruppe ist überzeugt, dass ihr Lösungsvorschlag, der alle Auflagen des SFV erfülle und eine grosse Nachhaltigkeit erreiche, am 12. Dezember von der Gemeindeversammlung angenommen werde. «Wenn nicht, ist der Verein in seiner Existenz gefährdet, was wiederum nicht im Sinne der Bevölkerung sein kann», so Joel Kleger. Der Gemeinderat habe deutlich ja gesagt zum Vorschlag des FCSN, was zeige, dass die Projektgruppe tadellose Vorarbeit zu diesem Geschäft geleistet habe. «Jetzt liegt es an uns, die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu überzeugen. Damit die vielen Junioren und Juniorinnen weiterhin gute Perspektiven haben.»