Die Kampfwahl um die Nachfolge des nach 16 Jahren abtretenden Gemeindepräsidenten Gery Meier (FDP) zog in Däniken mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten an die Urnen: Mit 50,3 Prozent lag die Beteiligung weit höher als bei der Fünfer-Auswahl in Trimbach (siehe oben). Und das Wahlvolk entschied deutlich: Matthias Suter (FDP) erhielt 585 Stimmen oder 62,6 Prozent, Walter Gurtner (SVP) 305 Stimmen oder 32,6 Prozent, 45 Wahlzettel (4,8 Prozent) blieben leer. Suter übertraf das für die Wahl im ersten Wahlgang nötige absolute Mehr von 468 um 117 Stimmen.

«Ich freue mich und bin gespannt auf die neue Aufgabe, vor der ich auch Respekt habe», sagte gestern der neue Gemeindepräsident, der am 21. Mai neu in den Gemeinderat gewählt worden war. «Das Resultat ist klar – es zeigt, dass ich breit abgestützt bin.» Er habe 20 Jahre lang im Hintergrund viel gearbeitet für die Gemeinde, vor allem in den Schulkommissionen. Seinen Erfolg führte er auf die überparteiliche Unterstützung zurück: Vor der Wahl hatten sich nicht nur seine FDP, sondern auch Exponenten von CVP, Pro Däniken und SP/Grünen für Suter ausgesprochen.

Der 44-jährige Jurist ist stellvertretender Leiter des Handelsregisteramts des Kantons Aargau. Diese 100-Prozent-Stelle werde er nun auf den 1. November auf 70 Prozent reduzieren, sagte er gestern gegenüber dieser Zeitung.

«Das Volk hat entschieden», akzeptierte Walter Gurtner das Resultat, «Däniken will das so, und das ist richtig. Das Volk ist der Chef.» Er werde weiter im Gemeinderat mitarbeiten. Ob die SVP nun Anspruch auf das nach dem Rücktritt von Ueli Soltermann (Pro Däniken) vakante Vizepräsidium erhebt, liess Gurtner gestern noch offen.

Die Resultate der Gemeindepräsidiumswahlen im Niederamt