Dulliken
Nach Wetterchaos im letzten Jahr: Aufbau für die Engelberg-Schwinget im kleineren Rahmen gestartet

Dem 9. Engelberg-Schwinget vom kommenden Wochenende steht nichts im Weg. Am Mittwoch begannen die Aufbauarbeiten, und nach dem Schock im letzten Jahr wird das Wetter voraussichtlich ideal.

Myriam Sperisen
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Aufbau Engelberg-Schwinget 2018
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Das meiste Material war am Montag und Dienstag angeliefert worden nun ist das Aufstellen an der Reihe.

Aufbau Engelberg-Schwinget 2018

Bruno Kissling

Oberhalb Dulliken arbeiten die Verantwortlichen zügig auf den 9. Engelberg Schwinget vom kommenden Wochenende hin. Am Mittwoch starteten die Aufbauarbeiten, und am Freitagabend wird die Bergwiese in ein Schwingergelände umgewandelt sein. Das meiste Material war am Montag und Dienstag angeliefert worden. Markus Felder, OK-Mitglied Ressort Wettkampf, erklärt: «Weil keine Infrastruktur auf dem Gelände vorhanden ist, muss nebst allem anderen natürlich auch eine Küche aufgebaut werden, und das dauert.» Die Küche besteht aus festen Holzelementen und aus Blachen.

Das Zelt am Engelberg-Schwinget nach den Unwetter im letzten Jahr.

Das Zelt am Engelberg-Schwinget nach den Unwetter im letzten Jahr.

Zur Verfügung gestellt

Das Zelt steht auch schon, und es ist kleiner als das Ursprüngliche, welches sich beinahe acht mal bewährt hatte. Dieses wurde vor einem Jahr beim Unwetter zerstört, und das Schwingfest musste eine Woche später stattfinden. Petrus hatte am Freitagabend buchstäblich zugeschlagen. Nach dem Aufbau sei innerhalb von vier Minuten alles drunter und drüber gewesen, erinnert sich Anton Felder, OK-Präsident und Vater von Markus Felder: «Das Zelt lag kaputt auf dem benachbarten Feld.» Der Zeltvermieter habe diesmal abgewinkt, weil er kein weiteres Risiko eingehen wollte. «Wahrscheinlich befürchtet er, dass wieder ein Unwetter wüten könnte», vermutet Anton Felder. Aber Plan B wurde ja bereits im letzten Jahr verwirklicht.

«Kopf nicht hängen lassen»

Anton Felder organisierte innerhalb von einer Woche ein anderes Zelt, jenes der Schützen Obergösgen. «Es ist etwas kleiner, aber kann mit grossen Sonnenschirmen ergänzt werden», erklärt Anton Felder. Genauso wird es auch jetzt wieder aussehen. Die Verschiebung forderte ihren Tribut, so seien damals weniger Leute gekommen. Auch der eine oder andere Schwinger sei bereits in den Ferien gewesen. Zudem hat sich der Sturm auch finanziell ausgewirkt, insbesondere wegen doppelter Arbeit. Felder will aber keine Zahlen nennen. Lieber blickt er mit Vorfreude auf das kommende Wochenende.

Jungschwinger helfen mit

«Das Unwetter ist verkraftet. Als Unternehmer habe ich mich früher auch mit Risiken auseinandersetzen müssen. Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen», betont Anton Felder.
Zehn bis zwanzig Leute stehen während dieser Tage für den Aufbau zur Verfügung. Auch die Mitglieder des Schwingclubs Olten-Gösgen packen mit an. Und sogar die Jungschwinger. «Sie verrichten diverse Hilfsarbeiten, zum Beispiel Bänke stellen», so Felder. Heute Donnerstag nach ihrem wöchentlichen Training erscheinen sie auf dem Platz. Seit gestern stehen bereits die Fahnenstangen. Dort werden vier Fahnen gehisst: Dulliken, Olten, Kanton Solothurn, und das Schweizerkreuz. Damit von Freitag auf Samstag nichts gestohlen wird, boten die Verantwortlichen die Securitas auf.

Engelberg-Schwinget

Das Schwingfest auf dem Engelberg startet am Samstagabend um 18 Uhr mit dem Plauschsteinstossen. Das weitere Programm kann auf der Website des Schwingclubs Olten-Gösgen eingesehen werden: www.sk-og.ch.

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