Gretzenbach
Nach Verschiebungs-Diskussionen: Raiffeisen-Bancomat zügelt vorerst nicht

Noch bleibt den Gretzenbachern ein Geldautomat erhalten.

Noël Binetti
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Der Bancomat der Raiffeisenbank Däniken-Gretzenbach wird nicht versetzt.

Der Bancomat der Raiffeisenbank Däniken-Gretzenbach wird nicht versetzt.

Patrick Lüthy

Eine von der Raiffeisenbank geplante Verschiebung des Bancomaten gab in Gretzenbach zu reden. Jetzt soll dieser am alten Standort belassen werden. Das schreibt der Verein «Fokus Gretzenbach» auf seiner Website. Stefan Scherer, Präsident des Verwaltungsrates der Raiffeisenbank Däniken-Gretzenbach sagt auf Anfrage: dem «Der Bankomat wird bis auf Weiteres am bisherigen Standort weiterbetrieben, solange dieser den sicherheitstechnischen Anforderungen genügt.» Die Raiffeisen gehe zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass dies noch einige Jahre der Fall sein werde und der Hersteller allfällige Anpassungen und Reparaturen gewährleisten könne.

Die Bank hat das entsprechende Baugesuch zurückgezogen. Weil der neue Bankomat in Sichtzone und zu nahe an einer Strasse geplant war, wäre dieser nicht bewilligt worden, sagt Hansjörg Merz, Präsident der Baukommission. «Wir suchten mit der Bank das Gespräch, diese zog das Vorhaben zurück.» Die Baubewilligung musste nicht abgelehnt werden. Weil sich das Dorf in einer Ortsplanungsrevision befindet, ist das neue Erscheinungsbild des Dorfkerns noch ungewiss. Dieses dürfte bei der Entscheidung der Raiffeisenbank mitspielen. «Ich rechne damit, dass Revision der Raumplanung bis im Jahr 2022 rechtskräftig wird», sagt Merz. Damit sich das Betreiben eines Geldautomaten für die Bank lohnt, braucht dieser eine gewisse Fluktuation.

Rückläufige Tendenz bei Geldautomaten

Der Bedarf an Bargeldbezügen ist generell leicht rückläufig, während bargeldlose und mobile Zahlungen zunehmen. Raiffeisen rechnet damit, dass der Bargeldbedarf in den kommenden Jahren weiter zurückgehen wird. Joël Grandchamp, Mediensprecher bei der Raiffeisen, sagt: «Diese Entwicklung zeigt sich sowohl in den Städten als auch in eher ländlichen Gebieten.» Nach Beginn des teilweisen Shutdowns spürte Raiffeisen einen Rückgang des Bargeldbedarfs. «Besonders die Bezüge an den Standorten in Grossstädten, urbanen Regionen oder an den Bahnhöfen haben abgenommen.» Seit den kontinuierlichen Lockerungen habe sich der Bargeldbedarf beim Schweizer Franken wieder erhöht und liege auf fast gleichem Niveau wie vor Beginn der ausserordentlichen Lage.

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