Niedergösgen
Nach Rücktritt von Gemeindepräsident Henzmann: «Immerhin wissen wir jetzt, woran wir sind»

Nach dem Rücktritt vom Gemeindepräsidenten Kurt Henzmann und der Wahl eines neuen Parteivorstands will die CVP Ortpartei frisch ans Werk.

Gabriela Strähl
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Neuer Vorstand: v.l. Patrick Friker, Judith Schär, Roberto Aletti, Co-Präsident Hans Belser, Co-Präsidentin Ida Kupferschmid, Eveline Chironi und Daniel Dietwiler.

Neuer Vorstand: v.l. Patrick Friker, Judith Schär, Roberto Aletti, Co-Präsident Hans Belser, Co-Präsidentin Ida Kupferschmid, Eveline Chironi und Daniel Dietwiler.

Gabriela Strähl

An der Generalversammlung der Niedergösger CVP am letzten Freitag gab Kurt Henzmann vor rund 60 Anwesenden überraschend seinen Rücktritt als Gemeindepräsident per Ende September dieses Jahres bekannt. Informiert waren vorab lediglich die Mitarbeiter der Gemeindekanzlei, nicht jedoch die eigenen Parteileute. Im Rahmen der Versammlung gab es darauf keine direkten Reaktionen oder Wortmeldungen. Im Anschluss zeigte sich der neu gewählte Parteivorstand überrascht. «Immerhin wissen wir jetzt, woran wir sind, und können unsere Arbeit aufnehmen», stellte Patrick Friker fest. Die Suche nach möglichen Nachfolgekandidaten der CVP wird an der Vorstandssitzung Mitte April aufgenommen.

Wieder ein Vorstand

Grund für die Versammlung war, dass der Ortspartei seit letztem Herbst ein Vorstand gefehlt hatte. Neu gewählt wurden Patrick Friker, Daniel Dietwiler, Eveline Chironi, Judith Schär und Roberto Aletti, das Co-Präsidium besetzen neu Ida Kupferschmid und Hans Belser. Sämtliche gewählte Personen hatten sich zuvor in vielfältiger Weise im Dorf engagiert, sei es im Gemeinderat, in diversen Kommissionen, in der Kirchgemeinde oder als Spielgruppenleiterin.

Bald nach der Wahl des neuen Vorstands kam die Frage auf den Tisch, wie sich dieser zu den Unabhängigen positionierte, die zusammen mit CVP-Vertretern auf der Liste «CVP und Unabhängige» zur letzten Gemeinderatswahl angetreten waren. CVP-Gemeinderätin Judith Schär stellte bereits in der Einleitung fest, dass die Partei deshalb nicht den Namen «CVP und Unabhängige» trage und ein Unterschied zwischen Gemeinderatsfraktion und Parteivorstand bestünde. In Letzterem sollten nur CVP-Leute vertreten sein, so die Meinung. Ein konkretes Statement des Co-Präsidiums zu den Unabhängigen, wie Gemeindevizepräsident Andreas Meier gefordert hatte, wurde auf einen Zeitpunkt nach der ersten Vorstandssitzung verschoben.

Neu: eigene Statuten

Zu reden gaben auch die neuen Parteistatuten. Bis dahin hatte die CVP Niedergösgen keine eigenen Statuten gehabt, sondern sich auf diejenigen der kantonalen Partei bezogen. Kritisiert wurden die Definition der Mitgliedschaft und die Möglichkeiten zum Ausschluss der Mitglieder durch den Vorstand. Bald driftete die Diskussion weg von den Paragrafen hin zur Frage, ob die kritisierende Person überhaupt als Mitglied zählen konnte und damit mitzureden hatte.

Der Antrag, den Ausschluss von Mitgliedern nur durch die Parteiversammlung zu ermöglichen, wurde mit bloss vier befürwortenden Stimmen abgeschmettert. Die Versammlung genehmigte die Statuten in der vorliegenden Form mit einer Gegenstimme bei fünf Enthaltungen sowie die Jahresrechnung und den Revisorenbericht.

Grundstein gelegt

Damit wurde an der Versammlung ein Grundstein für neuen Schwung in der Partei gewählt. Dass dies nötig war, zeigte sich nicht zuletzt auch daran, dass die Homepage der Ortspartei länger nicht aktualisiert wurde und noch das alte Jahresprogramm aufgeschaltet ist. Die Versammlung schloss Sandra Kolly, Kantonsrätin und Präsidentin der kantonalen CVP, mit einem Bericht zu aktuellen Geschehnissen in der kantonalen und nationalen Politik.

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