Für die Turnerinnen und Turner ist das Solothurner Kantonalturnfest vorbei. Nicht aber für die Organisatoren und Lieferanten. Für sie geht es jetzt weiter. Turnfest-OK-Präsident Rolf Kristandl und sein Team stecken in der Nachbereitung, die noch ein paar Monate dauern wird. Gegenwärtig ist wichtig, dass auf dem Gelände kein Abfall mehr herumliegt. «Wir hatten bereits während des Turnfestes eine sehr gute Abfallwirtschaft und auch entsprechendes Feedback», so Kristandl.

Wenn das Gelände am Freitagabend abgeräumt sein wird, kommt der «Papierkram», wie etwa der Schlussbericht für den Solothurner Turnverband sowie diverse Abrechnungen, die noch gemacht werden müssen. «Bis zum 1. Dezember sollten wir damit fertig sein», so Kristandls Einschätzung.

Entschädigung für den Bauern

Der Boden, auf dem sich das Kantonalturnfest abspielte sieht mitgenommen aus. Das Gras ist nach den zwei Wochenenden verfault, der Boden zertrampelt und dadurch verdichtet. In der nächsten Zeit ist hier kein Ertrag zu generieren, doch was geschieht jetzt mit diesem Feld? Sandra Helfenstein, Co-Leiterin Kommunikation beim Schweizer Bauernverband sagt dazu: «Der Bauernverband hat dafür eine umfassende Wegleitung erarbeitet, die betroffene Bauern bei uns beziehen.» Es würden meist keine Inspektoren vorbeigeschickt so Helfenstein auf Anfrage, denn: «Die Wegleitung ist grundsätzlich selbsterklärend, damit im Normalfall keine Inspektion vor Ort gemacht werden muss.»

Vier Bauern betroffen

Der Bauer werde in erster Linie für den Ertragsausfall vor, während, und nach dem Anlass entschädigt. «Im aktuellen Fall ist der Grund einer Entschädigung der, dass er die Wiese nicht nutzen kann und es nach den Tritt- und Druckschäden des Events auch ein bisschen dauert, bis sie wieder normalen Ertrag bringt», so Helfenstein. Im Fall Obergösgen sind vier Bauern betroffen. Und Kristandl erklärt: «Wir haben gemäss dieser Wegleitung vom Bauernverband Verträge mit den vier Landwirten ausgearbeitet, von denen drei sofort zugesagt hatten. Nur einer war zunächst etwas skeptisch.» Über genaue Entschädigungs-Summen schweigt sich Kristandl aus, da die Dimension des Schadens noch nicht klar ist.