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Nach Avag-Verkauf: Elektra Dulliken hat Optionen

Der Verkauf der Avag könnte Auswirkungen auf die Elektra Dulliken AG haben. Allerdings sieht man die Möglichkeit, einen neuen Netzbetreiber zu evaluieren.

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Die Elektra sieht die Möglichkeit, nach Ablauf des aktuellen Vertrages einen neuen Netzbetreiber zu evaluieren und allenfalls auf 2020 hin einen Wechsel vorzunehmen. (Symbolbild)

Die Elektra sieht die Möglichkeit, nach Ablauf des aktuellen Vertrages einen neuen Netzbetreiber zu evaluieren und allenfalls auf 2020 hin einen Wechsel vorzunehmen. (Symbolbild)

KEYSTONE/SIGI TISCHLER

An der Generalversammlung der vor neun Jahren gegründeten Elektra Dulliken AG, die zu 100 Prozent der Einwohnergemeinde Dulliken gehört, konnte Verwaltungsratspräsident Theophil Frey über ein in allen Teilen befriedigendes Geschäftsjahr berichten.

In seinem Jahresbericht ging Frey auf mögliche Auswirkungen ein, die sich im Zusammenhang mit dem Verkauf der Avag an eine neue Eigentümerschaft um die Genossenschaft Elektra Birseck (EBM) ergeben können. Die bisherige Zusammenarbeit von Avag als Netzbetreiberin und Elektra als Netzeigentümerin bezeichnete Frey als «sehr gut und von gegenseitigem Vertrauen geprägt».

Sollten sich als Folge der neuen Situation allerdings Probleme ergeben, wovon er im Moment nicht ausgehe, habe die Dulliken mit der eigenen Elektra im Gegensatz zu den Konzessionsgemeinden der Avag die Möglichkeit, nach Ablauf des aktuellen Vertrages einen neuen Netzbetreiber zu evaluieren und allenfalls auf 2020 hin einen Wechsel vorzunehmen.

Gerade so fundamentale Veränderungen wie der Verkauf der Avag zeigten auf, welch enorme Vorteile eine Gemeinde habe, wenn sie selber Eigentümerin des Gemeindestromnetzes sei und damit auch in solchen Situationen das Sagen habe.

320'000 Franken an Gemeinde

Verwaltungsrat Heiner Schranz, der als technischer Verantwortlicher amtet, informierte über die letztes Jahr getätigten grossen Investitionen ins Dulliker Niederspannungsnetz. Diese stehen in direktem Zusammenhang mit der aktuell sehr regen Bautätigkeit. Speziell wies er auch auf den nun vollständig abgeschlossenen Ersatz aller Quecksilber-Dampflampen bei der Strassenbeleuchtung durch LED-Leuchten hin, welcher deutlich unter dem Budget von 280'000 Franken blieb.

Rechnungsführer Mario Schenker ging auf die finanziellen Aspekte ein, erläuterte die Jahresrechnung und wies auf einige Besonderheiten hin. Die Solidis AG, Olten, attestiert als gesetzliche Revisionsstelle der für die Buchhaltung zuständigen Schenker & Partner AG, Däniken, eine einwandfreie Buchführung sowie die Einhaltung von Gesetz und Statuten.

Auf Antrag des Verwaltungsrates beschloss die Generalversammlung eine Dividendenausschüttung von 15 Prozent. Inklusive Zinsen fliessen somit total 320 000 Franken in die Gemeindekasse. Die Versammlung zeigte sich hoch erfreut über den erneut hervorragenden Geschäftsgang der Elektra Dulliken AG. (ag)