Jahreskonzert

Musikverein Gretzenbach bietet beste Unterhaltung mit Blasmusik und Theater

Der Musikverein Gretzenbach trat am Jahreskonzert unter der Leitung von Ehrendirigent Konrad Wüthrich auf.

Der Musikverein Gretzenbach trat am Jahreskonzert unter der Leitung von Ehrendirigent Konrad Wüthrich auf.

Der Musikverein Gretzenbach erfreute mit seinem Jahreskonzert ein grosses Publikum. Die Laienspielgruppe Gretzenbach war anschliessend für viele Lacher besorgt.

Einer alten Tradition nachlebend, ergänzte der Musikverein Gretzenbach sein Jahreskonzert in der Turnhalle 57 mit einem Theater, dargeboten von der Laienspielgruppe Gretzenbach. Ob diese Kombination noch zeitgemäss ist, bleibe dahingestellt. Doch aufgrund der Reaktionen aus dem Publikum kann festgestellt werden, dass der allergrösste Teil der Besucher an sämtlichen Darbietungen seine helle Freude hatte.

Nach dem Eröffnungsmarsch «Death or Glory» gab Vereinspräsident Michael Gugger bei der Begrüssung seiner Freude Ausdruck, dass trotz des neuerlichen Wintereinbruches so viele Leute den Weg in die Halle gefunden hätten. Am Dirigentenpult stand diesmal Ehrendirigent Konrad Wüthrich, in Vertretung von Andrea Scherrer, die ihren Mutterschaftsurlaub einzieht. 19 Jahre lang leitete Konrad Wüthrich den Musikverein Gretzenbach und kam mit seiner Rückkehr doch noch auf ein 20-jähriges erfolgreiches Wirken. Eugen Busslinger, der Musiker aus Trimbach, komponierte mit «Ascension» ein Stück, das dem in Brass Band Besetzung spielenden MV Gretzenbach bestens zu liegen schien.

Broadway und Frühlingsgefühle

Es folgte ein erstes Highlight mit «Sirba Floricaca» einem Arrangement von Simon Kerwin. Den Solopart auf dem Cornet spielte Pascal Wüthrich äusserst sicher, sogar souverän und erntete mit seinem Vortrag grossen Applaus. Zum guten Gelingen hat sicher auch die einfühlsame Begleitung beigetragen. Der aus dem Broadway Musical «The Wiz» stammende Song «A Brand New Day», auf Deutsch «Ein neuer Tag», wurde nicht nur als Motto für das Konzert übernommen, sondern auch erfolgreich einstudiert. Das Lied ist auch bekannt als «Everybody Rejoice» und wurde zum Feiern gesungen, nicht zuletzt auch durch Diana Ross, Michael Jackson und viele andere. Die Blasmusik Wiedergabe in Gretzenbach gefiel auch in dieser Version ohne Einschränkung.

Das traditionelle irische Volkslied «Erin Shore» hat eine wunderschöne, erhebende Melodie, die den Wellen nachempfunden ist, die an die Küste von Erin gespült werden. Die Brass Band Version von Leigh Baker vermochte dieses Bild ausgezeichnet zu vermitteln. Henri Mancini schrieb den Soundtrack zur TV-Serie «Peter Gunn». Das Titelthema leitet sich zwar eher vom Rock ’n’ Roll ab. Aber auch ohne Gitarre wusste das Arrangement von Gary Westwood in dieser Version bestens zu gefallen. Nicht weniger auch der Marsch «Camberly» von Goff Richards, dessen Handschrift unverkennbar war.

Die letzte Programmnummer liess allen äusseren Widerwärtigkeiten zum Trotz doch noch Frühlingsgefühle aufkommen, hiess doch der Titel «Blumengrüsse», eine Polka von Jaroslav Marek. Auch mit der stürmisch verlangten Zugabe wollte man diese aufkommenden Gefühle nicht zerstören und blieb bei einer Polka mit dem Titel «Auf der Vogelwiese». Als weitere Zugabe wurde mit dem Marsch «La Berra» ein in allen Belangen bemerkenswertes Konzert endgültig beendet.

Laientheater vom Feinsten

Mit dem Schwank in zwei Akten, «Früsch verlügt» von Nick Hasler bot die Laienspielgruppe Gretzenbach unterhaltsame 70 Minuten. Sämtliche Schauspielerinnen und Schauspieler beherrschten ihre Rollen bestens und waren auch mit Mimik und Gestik jederzeit Herr der Lage. Eine Lage, die im Stück voll auf Lügen aufgebaut ist und dadurch gar nicht so einfach darzustellen war. Das Publikum hatte jedenfalls seine helle Freude an den Verwicklungen und Verstrickungen, wie könnte es in einem Schwank auch anders sein, und folgte der Aufführung voller Spannung. Dem Ensemble gebührt jedenfalls ein grosses Kompliment rein schon für die Bereitschaft, sich Zeit und Geduld für die Einstudierung genommen zu haben. Der herzliche Applaus war verdient und wohl auch Ansporn für weitere Taten.

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