An der Musikschule Gretzenbach wurde vor zehn Jahren der Ensembleunterricht ins Angebot aufgenommen. Bei der Einführung legte der Gemeinderat eine Mindestzahl von 10 Anmeldungen fest. Ab dem neuen Schuljahr kann nun ein Ensemble bereits mit drei Schülern durchgeführt werden. Der Elternbeitrag sowie die Besoldung der Musik-lehrkräfte bleiben unverändert.

Diese Änderung kann aufgrund der neuen Subventionspraxis des Kantons, die seit dem 1. Januar 2016 in Kraft ist, ohne Mehrkosten vorgenommen werden. Für die Gemeinde resultiert sogar eine Minderbelastung von 117 Franken pro Jahr.

Projektformation ermöglichen

Der Gemeinderat hat dem Musikschulleiter die Kompetenz zur Bildung einer Projektformation erteilt und den Betrag in der Höhe von 2200 Franken ins Budget 2017 aufgenommen. Im Musikschulteam war der Wunsch aufgekommen, für spezielle Anlässe oder Jahresthemen über eine kurze aber intensive Zeitdauer mit einer Formation zu arbeiten. Unter anderem könnte die Formation bei einem aktuellen Ereignis, wie beispielsweise dem Ableben eines bekannten Musikers, mittels eines Projekts diesen Musiker würdigen und eine Aufführung realisieren.
Bei diesem Projekt wird auf einen Elternbeitrag verzichtet. Das Projekt muss durch die Musikschullehrkraft dem Musikschulleiter zur Genehmigung vorgelegt werden und den Subventionsberechtigungskriterien des Volksschulamtes entsprechen. Pro Schuljahr darf nur ein Projekt genehmigt werden.

Neues Pumpwerk wird regional

An der Gemeindeversammlung vom Dezember 2015 wurde den Einwohnern der Gemeinden Schönenwerd und Gretzenbach eine grobe Kostenschätzung für ein eigenes Pumpwerk präsentiert. Der Souverän beauftragte den Gemeinderat, weitere Planungsschritte für ein neues Grundwasserpumpwerk vorzunehmen und an einer der nächsten Versammlungen einen Verpflichtungskredit zu beantragen.

Zu diesem Zeitpunkt ging der Gemeinderat von einem kommunalen Grundwasserpumpwerk mit einer Entnahmemenge von 6000 Liter pro Minute aus. In der Zwischenzeit hat der Kanton verlauten lassen, dass das neue Grundwasserpumpwerk Aarefeld auf eine Förderleistung von 10 000 Liter pro Minute ausgelegt und im Rahmen eines kantonalen Nutzungsplanes umgesetzt werden soll.

Somit entsteht ein regionales und nicht wie vorgesehen kommunales Grundwasserpumpwerk — mit dem Vorteil, dass der Kanton dieses subventioniert. Als Folge davon muss man nun aber einen umfangreicheren Pumpversuch durchführen als ursprünglich budgetiert und geplant war. Gleichzeitig sollen auch ergänzende hydrologische Abklärungen zur Bestimmung der Schutzzonen und der Wasserqualität vorgenommen werden.

Der Gemeinderat genehmigte einen Nachtragskredit von 45 000 Franken. Dieser Betrag entspricht dem Anteil der Gemeinde Gretzenbach. Gesamthaft wird mit Kosten von 170 000 Franken für die zusätzlichen Aufwendungen gerechnet.