Schönenwerd

Musikgesellschaft geht mit den Zuschauern auf musikalische Wanderschaft

Zum Auftakt des Konzertes spielt die MG Schönenwerd das Stück «Viva Arogno». Markus Müller

Zum Auftakt des Konzertes spielt die MG Schönenwerd das Stück «Viva Arogno». Markus Müller

Die Musikgesellschaft Schönenwerd führte die Zuschauer des Jahreskonzerts über die Gipfel der Schweizer Berge.

Unter dem Motto «Gipfelstürmer» begrüsste die Musikgesellschaft Schönenwerd am Samstagabend die Zuschauer im Casino Schönenwerd. Schon vor dem Konzert konnte man sich auf die musikalische Reise mit Älplermagronen und Apfelmus einstimmen. Der Saal und die Bühne waren passend geschmückt mit voll gefüllten Wanderrucksäcken, Bergsteigerausrüstung und festem Schuhwerk.

Bestens gerüstet eröffnete die Musikgesellschaft um 20 Uhr das Konzert mit dem Feiertagsmarsch «Viva Arogno» von Komponist Walter Joseph. «Viva Arogno – Viva Schönenwerd»: So begrüsste auch Moderatorin Franziska Corradini die Zuschauer und prostete ihnen mit einen Appenzeller Heuschnaps zu. Nicht ganz ohne Hintergründe natürlich, der Schnaps stammte aus ebenjenem Dorf, in dem Walter Joseph mit seiner Militärkapelle stationiert war. Beim nächsten Stück kam schon fast nostalgische Stimmung auf, als Solist Thomas Häusermann auf dem Waldhorn «Luegit vo Bärge und Tal» anstimmte, im neuen Arrangement von Gilbert Tinner etwas weniger romantisch «Swiss Mountain Song» genannt.

Vor Oscar Tschuors «Bernina» – einer Ode an den gleichnamigen Express – illustrierte Moderatorin Franziska Corradini das Auf und Ab der Bergbahn auf einer Spielzeugeisenbahn, was für Erheiterung beim Publikum sorgte. Die musikalische Interpretation der Strecke über die Alpen – mal bergauf, mal bergab, mal gemütlich, mal rassig unterwegs – nahm das Publikum auf die Reise mit, als würden sie selbst in einem Zugabteil sitzen. Vor der Pause präsentierte die Musikgesellschaft ihr Selbstwahlstück für den Regionalmusiktag in Neuendorf. «Red Mountains» von Antonio Rossi beschreibt auf anschauliche Weise die verschiedenen Rottöne, welche die Dolomiten annehmen. Vom sanften Rosarot bis zum kräftig leuchtenden Rot wurden die Farben vor den Augen der Zuschauer lebendig.

In der Pause wurden fleissig Tombola-Lose gekauft, nicht Gipfel, sondern das Dessertbuffet gestürmt, und man liess den ersten Teil des Konzertes nochmals Revue passieren. Nach einer halben Stunde ging die musikalische Reise weiter, bis hinauf in die Hütte des «Alpöhi». Beim bekannten Heidi-Lied, arrangiert von Siegfried Rundel, sang das Publikum begeistert mit. Nicht nur die Bühne, auch die Musiker waren nun passend zum Thema ausstaffiert und hatten für den zweiten Teil des Konzerts die Wanderschuhe, kurze Hosen und das Edelweisshemd montiert.

«Alpenluft» war der Titel des nächsten Stückes, bei dem die beiden Solisten Crispin Corradini und Marco Friedli mit Waldhorn und Euphonium überzeugten. Noch höher hinaus als die Alpen ging es schliesslich mit «Heaven», einem der bekanntesten Stücke der Schweizer Band Gotthard.

Kurz vor Konzertende war Zeit für die Danksagungen. Vorstandsmitglied Pirmin Corradini verdankte die souveränen Leistungen von Dirigent Christian Sommer und Moderatorin Franziska Corradini. Ebenfalls sprach er dem nach sieben Jahren abtretenden Präsidenten Markus Reisenbauer im Namen der ganzen Musikgesellschaft einen grossen Dank aus. Ganz aus der Musikgesellschaft verabschiedet er sich aber noch nicht, als Vorstandsmitglied bleibt er ihr erhalten.

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