Niedergösgen

Mitfinanzierung gegen Mitspracherecht — Gemeinde beteiligt sich an neuem Pfadiheim

Für ihre Beteiligung am neuen Pfadiheim möchte die Gemeinde Niedergösgen später bei der Vermietung mitreden.

Der Gemeinderat von Niedergösgen startete nach den Sommerferien mit einer reinen CVP-Besetzung in die neue Amtsperiode. Nach einer herzlichen Begrüssung wurden die Ratsmitglieder an der ersten Sitzung über ihre Aufgaben und die Gepflogenheiten im Rat orientiert. Nach der Vereidigung nahmen sie sogleich ihre ersten Beschlüsse vor. Da nun lediglich eine Partei den Gesamtgemeinderat stellt, wurde beschlossen, den Sitzungsbeginn künftig auf 19:30 Uhr festzulegen. Die Fraktionssitzung entfällt in der Regel. Andreas Meier wurde im Amt als Gemeindevizepräsident bestätigt. Ebenso wurde Marcel Schneider für eine weitere Amtsperiode als Friedensrichter gewählt.

Offen für Firmen und Vereine

Andreas Morger, Präsident des Pfadiheimvereins und Markus Spielmann, Verantwortlicher Finanzen, präsentierten dem Gemeinderat das Projekt «neues Pfadiheim». Sie erhielten dabei Unterstützung von folgenden vier Leiterinnen und Leiter: Fabian Näf, Larissa und Raphael Morger und Melina Aletti. Das bestehende Pfadiheim hat 15 Jahre als Büropavillon des Kernkraftwerks und 30 Jahre als Pfadiheim gedient. Es ist in die Jahre gekommen und von Schimmel befallen. Eine Sanierung ist unmöglich. Der Pfadiheimverein ist schon seit vier Jahren an diesem Projekt, wurde jedoch aufgrund der vom Kanton auferlegten Altlasten-Untersuchungen gestoppt. Nun hat der Kanton grünes Licht gegeben und die Baubewilligung seitens der Gemeinde wurde ebenfalls erteilt.

Die Gäste präsentierten dem Gemeinderat das neue Projekt, welches in erster Linie der Pfadiabteilung Niedergösgen dienen soll. Diese wurde 1935 gegründet und zählt rund 100 Mitglieder in verschiedenen Stufen, welche dem Gemeinderat durch die jungen Pfadileiter kurz vorgestellt wurden. Das neue Pfadiheim soll aber auch für Familien-, Firmen- und Vereinsanlässe vermietet werden. Ebenso können günstige Übernachtungsmöglichkeiten für Trainings- oder Kulturlager gebucht werden.

Als es um die Finanzierung des Projekts ging, machte Markus Spielmann deutlich, dass der Pfadiheimverein auf die Unterstützung des Gemeinderates und der Einwohnergemeinde angewiesen ist. Nebst der Gemeinde werden Unternehmen, Sporttoto und andere Organisationen für eine Spende angefragt. Der Verein stellte der Einwohnergemeinde konkret ein Gesuch um 180 000 Franken. Für den gesamten Neubau wurden insgesamt 600 000 Franken vorangeschlagen. Man rechnet beim neuen Pfadiheim mit einer Lebensdauer von 50 Jahren, was einem Aufwand von 3600 Franken pro Jahr entspricht. Der Gemeinde würden keine Folge- oder Betriebskosten entstehen. Der Betrag soll als Jugendförderung und Unterstützung der Jugendarbeit des Pfadiheimvereins angesehen werden.

Einsitz in Heimkommission

Nachdem die Gäste verabschiedet wurden, beriet sich der Gemeinderat lange und intensiv, wobei er schliesslich zum Schluss kam, dass er das Projekt mit dem geforderten Betrag unterstützen und der Gemeindeversammlung im November das Kreditbegehren über 180 000 Franken beantragen wird. Sollte die Gemeindeversammlung dem Antrag zustimmen, möchte der Gemeinderat Einsitz in die Heimkommission erhalten um bei der Vermietung des neuen Heimes mitreden zu können.

Weitere Beschlüsse

  • Der Rat behandelte ein Gesuch des OK Strassenfest 2018. Dieses stellte einen Antrag über 4000 Franken. Mit dem Beitrag sollen Darbietungen für das Rahmenprogramm mitfinanziert werden. Zudem wurde um einen separaten «Zustupf» für das Karussell ersucht. Der Rat folgte den Anträgen und bewilligte insgesamt 6000 Franken für das Strassenfest 2018.
  • Der Werkmeister hat die Submission für Dachsanierung der Turnhalle/Aulatrakt durchgeführt. Der Auftrag ging an den kostengünstigsten Anbieter, nämlich an die ortsansässige Firma Aare Bauspenglerei zum Preis von rund 159 000 Franken. Der Souverän hatte an der letzten Gemeindeversammlung den Kredit über 165 000 Franken bewilligt.

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