Der rasante Aufstieg geht weiter. Nach der Austragung der Schweizer Meisterschaften im Jahr 2014 und der Etablierung auf (der internationalen) Stufe C2 legen die Organisatoren in Lostorf im nächsten Jahr gar noch einen drauf und wagen sich zum ersten Mal an ein C1-Rennen.

Das heisst, dass Lostorf 2016 zu den wichtigsten Standorten in der Schweizer Mountainbike-Szene aufsteigt. Die Chancen, dass nach der SM vor zwei Jahren erneut die grossen Namen den Weg ins Niederamt finden, steigen somit deutlich an.

Weiterhin im Argovia-Cup

Obwohl damit aus sportlicher Sicht ein weiterer Sprung nach oben gelingt, bleiben die Lostorfer dem Argovia-Cup, der regionalen Rennserie der Kantone Solothurn, Aargau, Baselland und Luzern, treu.

Es lag zwar eine Anfrage der nationalen BMC-Serie (deren Zukunft noch ungewiss ist) vor, doch man entschied sich schliesslich gegen einen Wechsel. «Wir fühlen uns im Argovia-Cup sehr gut aufgehoben», spricht OK-Präsident Stefan Krebs, nicht zuletzt, auch von einem emotionalen Entscheid zugunsten des Status quo.

Roland Fischer, der Organisator des Argovia-Cups, sorgt für Rahmenbedingungen, welche es den Lostorfern unter anderem erlaubten, 2014 wunderbare Schweizer Meisterschaften durchzuführen.

Zusätzliche technische Elemente

Der Wechsel in die Kategorie C1 bedeutet für die Niederämter auch ein Wagnis. Denn die höhere internationale Beachtung hat ihren Preis; zu allererst bei den deutlich höheren Preisgeldern, aber auch in der gesamten Organisation des Anlasses.

«Das ist sicher so», bestätigt Krebs. «Mit der Ausrichtung der Schweizer Meisterschaften haben wir jedoch schön vorwärtsgemacht; diesen Gewinn wollen wir wieder in ein nächstes Projekt investieren.»

Mit zusätzlichen technischen Elementen soll der Parcours weiter aufgewertet werden, auch soll wieder ein Sprung eingebaut und abseits der Strecke das Angebot noch einmal ausgebaut werden.

Kurz, das Bikerennen in Lostorf will weiter wachsen. Mit einem klaren Ziel: dereinst noch einen Schritt weiter nach oben zu machen. «Wir haben ein gutes Team beisammen», schätzt sich Krebs glücklich über das sehr engagierte OK.

Die Mischung stimme zwischen jenen Mitgliedern, welche den Anlass weiter pushen wollen und solchen, welche eher auf die Bremse treten. Zu Ersteren gehört Streckenchef Stefan Spielmann, welcher nach den letzten Austragungen regelmässig Komplimente von Fahrern, aber auch Kommissären erhielt.

«Das Ziel ist deshalb, in Lostorf ein Rennen der Hors Catégorie durchzuführen», sagt er ohne Umschweife. Es wäre die zweithöchste Stufe eines Eintagesrennens – unmittelbar unter einer Weltcup-Veranstaltung.

Novum: Laufradrennen für Kinder

Vorerst gilt die Konzentration aber der neuen Stufe C1. Der Renntermin (25./26. Juni) ist geschickt gewählt, werden doch in der darauffolgenden Woche in Nove Mesto (Cze) die Weltmeisterschaften im Cross Country ausgetragen. Deshalb dürften sich diverse prominente Fahrer in Lostorf eines letzten Formtests unterziehen.

Neuerungen sind auch für den Nachwuchs geplant. So werden für den Kids-Cup neue Hindernisse gebaut und, wer weiss, vielleicht gar ein Pump-Track-Abschnitt eingebaut. Vorgesehen ist zudem, erstmals im Rahmen des Argovia-Cups, ein Laufradrennen für 2- bis 5-Jährige.

Verworfen wurde hingegen die Idee einer E-Bike-Kategorie. Stefan Krebs begründet den negativen Entscheid unter anderem mit den relativ komplizierten Reglementen sowie dem grossen Aufwand bezüglich Kontrollen und Sicherheit, welche eine Integration der neuen Kategorie mit sich gebracht hätte.