1977 wurde das bald 40-jährige Däniker Gemeindehaus gebaut. Zwischenzeitlich weist die Gebäudehülle etliche Schwachstellen auf. Prioritär sind das Flachdach und die Fenster sanierungsbedürftig. Mehrere Wasserschäden in den Büroräumlichkeiten, verteilt über die letzten Jahre, zeigen nach Ansicht des Gemeinderats deutlich auf, dass hier Handlungsbedarf besteht.

Seit der Prüfung der Erdbebensicherheit sämtlicher öffentlicher Anlagen im Jahr 2009 sind zudem statische Mängel bekannt. Der Rat erachtet es als sinnvoll, diese Mängel im Rahmen der angezeigten Dach- und Fassadensanierung zu beheben. Innerhalb des Gesamtsanierungspaketes steht somit neben der Dachsanierung eine Optimierung der Energieeffizienz nach heutigen Standards im Vordergrund.

Startschuss für Sanierung ab 2018

An der bevorstehenden Gemeindeversammlung geht es in einem ersten Schritt um die Kreditsprechung von 130 000 Franken für die Planerleistungen mit Erstellung des detaillierten Kostenvoranschlages. An der Budgetgemeindeversammlung im Dezember 2017 soll dem Souverän anschliessend der Gesamtsanierungskredit zur Beschlussfassung vorgelegt werden, damit sogleich Anfang 2018 mit der Sanierung gestartet werden kann.

Die Ratsmitglieder sind überzeugt, dass nach 40 Jahren seit der Einweihung des Gemeindehauses eine Gesamtsanierung im Sinne einer gut erhaltenen Infrastruktur angezeigt ist. Stetig wiederkehrende Schäden und daraus folgende Flickarbeiten zu vermeiden und damit langfristig Kosten einzusparen, ist der Zweck des vom Rat gewählten Vorgehens.

Totalrevision Gemeindeordnung

Die derzeit gültige Däniker Gemeindeordnung gilt seit dem 1. Juli 2000 und wurde seither diversen Teilrevisionen unterzogen. Insbesondere die notwendigen Änderungen hinsichtlich der Einführung des neuen harmonisierten Rechnungsmodells 2 (HRM 2), Anpassungen zur Vereinfachung der bevorstehenden kommunalen Wahlen sowie die Angleichung des mittlerweile 16-jährigen Reglements an die neue Gesetzgebung bewogen den Gemeinderat dazu, die Gemeindeordnung einer Totalrevision zu unterziehen.

Im Rahmen der Totalrevision der Gemeindeordnung soll die Rechnungsprüfungskommission (RPK) per Ende der Amtsperiode 2013/2017 aufgelöst werden. Die Buchhaltung der Gemeinde wird fortwährend umfangreicher und komplexer. Weiter haben die Neuerungen von HRM 2 auch die fachlichen Anforderungen an die Revision erhöht. Eine professionelle Überprüfung durch Laien-Revisoren wird zunehmend schwieriger.

Kommission beantragt Wechsel

Bereits jetzt wird die RPK durch die Wirtschaftsprüfungs-, Treuhand- und Beratungsgesellschaft BDO AG fachlich beraten. Diese Unterstützung gibt der Kommission zwar etwas Sicherheit, doch ist dies auf die lange Sicht nicht ausreichend. Anstelle der Rechnungsprüfungskommission soll deshalb ab Beginn der Amtsperiode 2017/2021 eine aussenstehende Revisionsstelle beigezogen werden. Die Kommission selber hat den Gemeinderat darauf hingewiesen, dass dieser Schritt vollzogen werden soll.

Ebenfalls wird beantragt, dass die Kommission Gesellschaft und Gesundheit nicht mehr weitergeführt werden soll. Die heutigen beziehungsweise zukünftigen Aufgabenbereiche reichen nicht mehr aus, um eine ständige Kommission zu rechtfertigen.