Gemeindeversammlung

Millioneninvestition für Kienberg: Mehrzweckhalle und Schulanlage werden saniert

Die Gemeindeversammlung genehmigte die Sanierungspläne der Schulanlage und Mehrzweckhalle Bühl.

Die Gemeindeversammlung genehmigte die Sanierungspläne der Schulanlage und Mehrzweckhalle Bühl.

23 Stimmberechtigte sind am Donnerstagabend zur coronakonform durchgeführten Budget-Gemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle Bühl in Kienberg erschienen und konnten von Gemeindepräsidentin Adriana Gubler begrüsst werden. Haupttraktandum des Abends war der Voranschlag pro 2021, der bei einem Aufwand von 2,871 Mio. Franken und einem Ertrag von 2,717 Mio. Franken ein Defizit von 153'456 Franken vorsieht.

Einschneidend seien, so Finanzverwalter Daniel Studer, die Mindereinnahmen aus dem Finanz- und Lastenausgleich von 58000 Franken gegenüber dem Vorjahr. Ins Gewicht fallen dabei auch die gemeinsam mit den Kommissionen geplanten Un- terhaltsarbeiten in den Bereichen Strassen, Forst, Gewässer und Liegenschaften.

Ausserordentliche Netto­investitionen stehen an

Die Nettoinvestitionen sind für 2021 mit 3,277 Mio. Franken für die kleine Gemeinde sehr hoch angesetzt. Hauptverantwortlich hierfür sind die rund 3,18 Mio. Franken, welche für die Sanierung des Schulhaus- und Mehrzweckgebäudes anfallen; der entsprechende Kredit ist im September vom Souverän genehmigt worden.

Die Spezialfinanzierungen sehen folgende Zahlen vor: Die Wasserversorgung rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 7941 Franken. Hingegen sind bei der Abwasserentsorgung und bei der Abfallbe- seitigung Aufwandüberschüsse geplant (1628, respektive 5330 Franken). – Das Budget 2021 wurde vom Souverän einstimmig angenommen, ebenso die Steuerfüsse, die auf Vorjahresniveau belassen wurden (129 Prozent für natürliche und 99 Prozent für juristische Personen). Auch die Feuerwehr- Ersatzabgabe bleibt unverändert (12 Prozent der einfachen Staatssteuer).

Auch das Reglement über den schulärztlichen Dienst wurde ohne Gegenstimme gutgeheissen: Die Gemeinden müssen eine Schulärztin oder einen Schularzt mit einer kantonalen Berufsausübungsbewilligung bezeichnen. Diese sollen die Kinder und Jugendlichen dreimal untersuchen. Die Schulärzte stehen der Gemeinde zudem bei Anordnungen von Massnahmen bei Epidemien oder gesundheitlichen Fragen beratend zur Seite.

Vorsorgeuntersuchungen im Kindergartenalter gehen zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, bei Vorsorgeuntersuchungen von Schulkindern müssen prinzipiell die Eltern die Rechnung bezahlen.

Sibylle Gubler als neue Gemeindeschreiberin

Die neue Gemeindeschreiberin Sibylle Gubler wird ihre Stelle im Januar 2021 antreten, wie unter «Verschiedenem» zu erfahren war. Die Anwesenden genehmigten ferner mit einer Gegenstimme das revidierte Reglement über die Schulzahnpflege.

Von der Gemeinde übernommen werden müssen die Kosten für die Gruppen-Prophylaxe, die jährlichen, obligatorischen Reihenuntersuchungen, die Bissflügel-Röntgenentnahme sowie ganz oder teilweise die Beiträge an die Behandlungskosten, sofern die Eltern nicht dafür aufkommen können. Ferner in- formierte die Gemeindepräsidentin, dass die Gründung der Genossenschaft «Hübelistrasse 26» vorbereitet wird; gesucht werden noch Mitglieder.

Im Januar oder Februar rechnet die Gemeinde mit der öffentlichen Auflage des Projekts «Windpark Burg». Und schliesslich wurde die Aktuarin der Forst- und Werkkommission, Susanne Zimmer, würdig verabschiedet.

Meistgesehen

Artboard 1