Gretzenbach
Mietvertrag für die Asylunterkunft verlängern?

Der einjährige Mietvertrag für die Zivilschutzanlage Täli in Gretzenbach läuft Ende April aus. Von geplanten 100 Asylsuchenden sind dort aktuell nur 11 untergebracht. Trotzdem steht die Gemeinde jetzt vor der Frage einer Verlängerung des Mietvertrags mit dem Kanton Solothurn.

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Die Zivilschutzanlage Täli Gretzenbach. (Archiv)

Die Zivilschutzanlage Täli Gretzenbach. (Archiv)

HR. Aeschbacher

Ende April läuft der einjährige Mietvertrag der Gemeinde Gretzenbach mit dem Kanton Solothurn für die Zivilschutzanlage Täli aus. 100 Asylsuchende wollte das kantonale Amt für soziale Sicherheit (ASO) dort unterbringen. Aktuell halten sich in der Anlage aber nur 11 Asylbewerber auf, und seit der Inbetriebnahme im letzten Oktober waren es nie mehr als etwa 30, wie Gemeindepräsident Daniel Cartier erwähnt. Dem Kanton wurden vom Bund viel weniger Asylbewerber zugewiesen als noch vor einem Jahr vermutet.

Trotzdem steht Gretzenbach jetzt vor der Frage einer Verlängerung. «Das ASO ist an einer Weiterführung des Mietvertrages als Reserveanlage interessiert», schreibt der Gemeinderat in einem Flyer an die Bevölkerung. Ende April wird der Betrieb des Durchgangszentrums eingestellt. Die Anlage werde so weit zurückgebaut, dass der Zivilschutz sie wieder in gewohntem Rahmen nutzen könne. Sofern aber der Mietvertrag verlängert wird, kann das ASO die Zivilschutzanlage auf Voranmeldung als Durchgangszentrum in Betrieb nehmen, wenn die Asylzahlen wieder steigen sollten.

Zuständig für eine Verlängerung ist der Gemeinderat, der auch schon den jetzigen Mietvertrag mit dem Kanton geschlossen hatte. Abschliessend entscheiden will der Rat an einer Sitzung am 18. April. Zuvor aber will er eine Informationsveranstaltung durchführen und hören, wie es aus der Bevölkerung tönt. Der Anlass findet statt am Montag, 27. März, um 19.30 Uhr in der Gretzenbacher Turnhalle 1957.

Im Unterschied zur Informationsveranstaltung vor einem Jahr habe die Gemeinde jetzt Erfahrungen mit dem Betrieb, meint Daniel Cartier: «Die Leute wissen jetzt, was Sache ist.» Ihm selbst sind keine gravierenden Zwischenfälle mit Asylbewerbern aus dem Zentrum Täli bekannt geworden. (cva)

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