Starrkirch-Wil
Meierhof-Bus via Käppelistrasse: Gemeinderat hat eigene Ideen für die Linienführung

Im zuge des Buskonzepts Olten-Gösgen-Gäu beantragt der Gemeinderat Starrkirch-Wil Änderungen bei der Linienführung der Busse. Auch soll die Wildparkstrasse saniert werden

Beat Gradwohl
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Der Gemeinderat schlug eigene Ideen zur künftigen Bus-Linienführung vor.

Der Gemeinderat schlug eigene Ideen zur künftigen Bus-Linienführung vor.

Bruno Kissling

Der Gemeinderat Starrkirch-Wil beantragt beim Buskonzept Olten-Gösgen- Gäu Änderungen bei der Linienführung und der Bushaltestellenplanung.

Das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau hat ein Buskonzept Olten-Gösgen-Gäu ausgearbeitet und in die Vernehmlassung geschickt. Der Gemeinderat von Starrkirch-Wil hat sich mit diesem Buskonzept eingehend befasst, zumal es für die Gemeinde Starrkirch-Wil wesentliche Änderungen beinhaltet.

Die vorgesehenen Änderungen, insbesondere in der Phase ab Fahrplanwechsel Dezember 2018, ergeben für die Gemeinde Starrkirch-Wil massgebliche Erweiterungen des Busangebotes.

In Kürze

Ein Beitragsgesuch der Wirtschaftsförderung Region Olten für einen Beitrag an das Projekt «Wohnregion Olten» wurde vom Gemeinderat Starrkirch-Wil abgelehnt.

Der Gemeinderat hat die Arbeitsvergebung für den Ersatz der Laptops und des Notebookwagens in der Primarschule im Umfang von 27 864 Franken an die Firma MTF Data AG, Olten, beschlossen. Es sollen insgesamt 30 Laptops beschafft werden. Diese Arbeitsvergebung ist Bestandteil des im letzten Jahr genehmigten Gesamtkredits von 150 000 Franken für die Erneuerung der ICT-Infrastruktur (Gemeindeverwaltung und Schule).

Ein Nachtragskredit von 3672 Franken die Ersatzanschaffung einer Falzmaschine ist vom Gemeinderat genehmigt worden.

Der Gemeinderat Starrkirch-Wil hat die Zusammenarbeit mit der Stadt Olten im Bereich der Arbeitssicher- heit (Werkmeister und Schulhauswart) per 31. Dezember 2016 aufgelöst.

Der Schulleiter Daniel Deiss hat den Gemeinderat über die Ergebnisse der internen Schulevaluation (ISE) informiert. Die Rückmeldungen der Lehrerschaft, der Schüler und der Eltern aus dieser Evaluation sind sehr positiv ausgefallen.

Der Gemeinderat hat das von der Schulleitung ausgearbeitete Beschwerdemanagement für die Schule Starrkirch-Wil genehmigt. Dieses Beschwerdemanagement wird per 1. August 2017, das heisst auf das kommende Schuljahr 2017/2018, in Kraft gesetzt. (gr)

Damit verbunden ist allerdings auch eine erhebliche Erhöhung des jährlichen Gemeindebeitrags an den öffentlichen Verkehr: Gemäss einer Schätzung des Amts für Verkehr und Tiefbau wird der Gemeindebeitrag von heute rund 100 000 Franken auf neu rund 149 000 Franken ansteigen. Dies hat vor allem mit der massiven Erhöhung der Haltestellenabfahrten zu tun.

Linienführung ist suboptimal

Aber nicht nur deswegen beantragt der Gemeinderat nun eine Überarbeitung des Buskonzeptes. Auch die vorgeschlagenen Linienführungen erachtet der Gemeinderat als suboptimal. Der Gemeinderat hat dem Kanton eine Änderung der Linienführung der Buslinie Bornfeld–Bahnhof Olten–Starrkirch-Wil –Meierhof Olten beantragt. Diese Linie soll nicht mehr über das Gemeindezentrum führen, sondern über die Käppelistrasse.

Der Kanton sah in seinem Konzept die Weiterführung ab Gemeindezentrum via Nigglisbergstrasse–Dorfstrasse–Aarauerstrasse zum Meierhof Olten vor. Insbesondere wegen der Ausfahrt von der Dorfstrasse in die Aarauerstrasse wird diese Linienführung vom Gemeinderat als nicht praktikabel erachtet, auch wenn für den Bus eine Dunkelanlage vorgesehen würde.

Weiter möchte der Gemeinderat, dass die für das Jahr 2019 neu vorgesehene Buslinie Dulliken Zentrum–Starrkirch-Wil–Bahnhof Olten–Bornfeld über das Gemeindezentrum Starrkirch-Wil und den Sälipark geführt wird. Dies ist im vorgelegten Konzept des Kantons nicht so vorgesehen.

Sanierung Wildparkstrasse

In einem Grundsatzentscheid hat sich der Gemeinderat für die Sanierung der Wasserleitung in der Wildparkstrasse ausgesprochen. Die Gemeinde soll die Kosten für die neue Wasserleitung in der Wildparkstrasse (Privatstrasse) tragen und die Anstösser werden für die Sanierung des Strassenbelags aufkommen. Die Bau- und Werkkommission wurde beauftragt, die Projektie-rung und Submission durchzuführen.

Nach den Kostengutsprachen der Grundeigentümer sollen der entsprechende Kreditbeschluss und die Arbeitsvergebung durch den Gemeinderat beschlossen werden.

«Faktencheck» zu Tempo 30 ist im Gang

Ende November 2016 hat ein Komitee beim Gemeinderat eine Petition «Tempo 30 an der unteren Schulstrasse für unsere Kinder» eingereicht. Bereits im September 2016 ist beim Gemeinderat ein Antrag der Umweltkommission Starrkirch-Wil eingegangen, welche darum bittet, die partielle oder sogar generelle Einführung von Tempo 30 auf dem Gemeindegebiet von Starrkirch-Wil zu prüfen.

Schon 2006 hatte der Gemeinderat ein Gutachten über die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in Auftrag gegeben, dieses Vorhaben dann aber verworfen.

Trotzdem wurden verschiedene Verkehrsberuhigungsmassnahmen auf dem Gemeindegebiet anschliessend realisiert (Poller, Fahrbahn- und Kreuzungseinengungen, Bereinigungen Kreuzungssituationen, generelle Rechtsvortritt-Regelungen auf Gemeindestrassen etc.). Im Rahmen dieser Studie wurden auch an verschiedenen Messpunkten Tempomessungen durchgeführt.

Der Gemeinderat hat nun entschieden, neuerliche Tempomessungen in Auftrag zu geben, um einen «Faktencheck» zu ermöglichen. Zusätzlich soll auch die Anzahl Fahrzeuge erfasst werden. Er hat deshalb einen Kredit von 7000 Franken für Verkehrserhebungen auf dem Gemeindegebiet von Starrkirch-Wil beschlossen und diese Arbeiten an die Firma BSB+Partner Ingenieure und Planer, Oensingen, vergeben.

Die Verkehrserhebungen haben im März stattgefunden. Der Gemeinderat will nun den entsprechenden Bericht abwarten und dann mit den Zahlen von 2006 vergleichen. Anschliessend wird der Gemeinderat dann über das weitere Vorgehen, das heisst, die Behandlung der Petition wie auch der Eingabe der Umweltkommission befinden. (gr)