Die Bahngeleise, ein Industriebetrieb, eine Autogarage, eine Handvoll Einfamilienhäuser und landwirtschaftlich genutzte Felder schliessen das Grundstück ein. Das derzeit brachliegende Industriebauland ist auf der Immobilienvermittlungsplattform comparis.ch zum Verkauf ausgeschrieben.

Zum fast zwei Fussballfelder grossen Grundstück gehört auch ein Einfamilienhaus mit sechs Zimmern. «Die Parzelle ist in wenigen Minuten ab der Hauptstrasse erreichbar und liegt direkt an der Eisenbahnlinie zwischen Zürich und Bern», steht im Inserat.

Eigentümer verkauft wegen Alter

Noch gehört das Einfamilienhaus einem privaten Besitzer. Es liegt mitten in der Industriebauzone. Ebenso die Felder daneben, die einer Erbgemeinschaft gehören. Das Immobilienunternehmen Remax mit Sitz in Lenzburg ist für den Verkauf zuständig. Charli Fischer sagt auf Anfrage: «Unser Ziel ist es, einen Käufer für beide Parzellen zu finden. Oder aber verschiedene Käufer übernehmen Teile des Grundstücks zur gleichen Zeit.»

Der jetzige Eigentümer wolle sein Haus aufgrund seines fortgeschrittenen Alters verkaufen. Die Liegenschaft sei gut unterhalten und wäre mit wenigen Anpassungen in den Bereichen Küche und Badezimmer bezugsbereit, erklärt der Remax-Immobilienmakler.

«Wir verfolgen das wachsam»

Der Kaufpreis für die insgesamt 13'684 Quadratmeter Industriebauland beträgt 3'265'000 Franken. Fischer: «Wir haben bereits einige Anfragen von Interessenten bekommen.» Darunter seien mehrere Firmen aus Olten und dem Niederamt. Das Bauland sei denn auch ideal «für etwa eine Lagerhalle, für Gewerbe oder für einen Industriebetrieb», so Fischer. Gleichzeitig könne das angrenzende Einfamilienhaus von einem Abwart oder Angestellten genutzt werden. «Es wäre eigentlich schade, wenn das Haus abgerissen würde», sagt Fischer.

Dänikens Gemeindepräsident Matthias Suter weiss vom bevorstehenden Verkauf des Industriebaulands: «Wir verfolgen das natürlich wachsam, auch wenn der Eigentümer schlussendlich entscheidet.» Es sei aber im Interesse der Gemeinde, dass das Land der Nutzung zugeführt wird. Schliesslich handle es sich um Bauland. Suter: «Es wäre positiv, wenn eine regional verankerte Firma das Grundstück kauft.» Das könne der Region einen Mehrwert geben und die Wertschöpfung bleibe hier.

Gemeinde hofft auf neue Arbeitsplätze

«Däniken ist eine gewerbefreundliche Gemeinde», sagt der Gemeindepräsident. Darum würde ein Bauprojekt «unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben nicht verhindert werden». Vielmehr wünsche sich die Gemeinde, früh in den Prozess miteinbezogen zu werden. Suter: «Es geht ja auch um die Erschliessung des Grundstücks und die Verkehrsanbindung.» In jedem Fall erhoffe sich die Gemeinde, dass neue Arbeitsplätze geschaffen würden und Däniken von Steuereinnahmen profitieren könnte.