Erlinsbach SO
Mehr Platz für die Industrie – Dägermoos soll eingeschlossen werden

In der Gemeinde Erlinsbach soll eine Brücke über den Dubenmoosbach die Industriezone Dägermoos vollständig erschliessen.

Christoph Zehnder
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Das Gebiet zwischen Dubenmoosbach und Breitestrasse (rechts) wird derzeit landwirtschaftlich genutzt, ist aber teilweise als Industriezone ausgewiesen. Jetzt soll es erschlossen werden. Auf der anderen Bachseite befinden sich die Betriebe von Rigaflex, Dätwyler Schlosserei und Henkel.

Das Gebiet zwischen Dubenmoosbach und Breitestrasse (rechts) wird derzeit landwirtschaftlich genutzt, ist aber teilweise als Industriezone ausgewiesen. Jetzt soll es erschlossen werden. Auf der anderen Bachseite befinden sich die Betriebe von Rigaflex, Dätwyler Schlosserei und Henkel.

Bruno Kissling

Verdichtetes Bauen, Neugestaltung des Dorfplatzes, sorgfältiger Umgang mit Landressourcen – Themen wie diese beschäftigen Erlinsbach aktuell auf dem Weg zu einem neuen räumlichen Leitbild. Hauptsächlich geht es um Wohnraum und Kleingewerbe. Die Industriebetriebe im Dorf kommen dabei nur am Rande zur Sprache. Was für das Dorfzentrum gilt, gilt aber auch hier: Neueinzonungen sind zu vermeiden, bestehende Flächen sollen optimal genutzt werden.

Dafür muss das Gelände jedoch erschlossen sein. Bei der einzigen ungenutzten Industriezone der Gemeinde – im Dägermoos, zwischen Breitestrasse und Dubenmoosbach – ist dies nicht der Fall. Das soll sich jetzt aber ändern. Derzeit liegt ein Gesuch für die Erschliessung des Industriegebietes Dägermoos auf. Von der Industriestrasse her soll eine Verbindung über den Dubenmoosbach mit dem gegenüberliegenden Gelände entstehen, welches derzeit noch landwirtschaftlich genutzt wird.

Auf der anderen Seite der Brücke entsteht ein sogenannter Wendehammer, also eine Verbreiterung der Strasse, damit die Fahrzeuge, wie der Name verrät, wenden können. «Eine Verlängerung bis zur Breitestrasse ist nicht vorgesehen», erklärt Bauverwalter Andreas Zehnder auf Anfrage. Der Zugang zum umliegenden Landwirtschaftsland erfolge daher wie bis anhin über die bestehenden Wege. «Die Feinerschliessung wird dann Sache der Grundstückeigentümer sein», so Zehnder.

Keine konkreten Bauabsichten

Bei den Eigentümern der beiden Anliegerparzellen mit einer Gesamtgrösse von rund 14'000 m2 handelt es sich um die Marco Dätwyler Gruppe, zu der auch die gegenüberliegende Schlosserei an der Industriestrasse gehört, sowie die Bircher Bau AG mit Sitz in Küttigen. Die Kosten für die Erschliessung des Geländes belaufen sich auf 600'000 Franken und werden von der Erschliessungsgesellschaft getragen. Wie üblich bei Projekten dieser Art wird die Erschliessung später an die Gemeinde zurückfallen.

Durch das Vorantreiben des Projekts leisten die Grundstückeigentümer quasi eine Vorfinanzierung, da sie sich auch bei einer Erschliessung seitens der Gemeinde an den Kosten beteiligen müssen. Welche Pläne die Grundstückeigentümer nach der Erschliessung für die Parzellen hegen, ist noch ungewiss. Es bestehen zwar mehrere Ideen für eine Nutzung, heisst es bei der Marco Dätwyler Gruppe, spruchreif sei aber noch nichts. Auch die Bircher Bau AG wollte zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben zu einer künftigen Nutzung machen.

Die Einsprachefrist für das Projekt läuft bis zum 8. Juni. Ferner muss die Erschliessung auch noch vom Kanton genehmigt werden. Dies könne durchaus etwas länger dauern, da das Projekt die Überquerung eines Baches beinhaltet, so Bauverwalter Zehnder. Mit dem Gestaltungsplan zum weiter südlich gelegenen Auenschutzgebiet Grien habe das Projekt keinen Zusammenhang. Dieser liege derzeit zur Prüfung beim Kanton und könnte noch in diesem Jahr genehmigt werden.

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