Gretzenbach

Maschine verpasste den Baubeginn – jetzt konnten die Bohrungen endlich beginnen

Dass die Verrohrungsmaschine verspätet eintraf, beeinträchtigt den Zeitplan für die Bauarbeiten des Grundwasserpumpwerks Aarenfeld in Gretzenbach nicht.

Zwischen dem Kernkraftwerk Gösgen und der Güterstrasse sind grosse Baumaschinen aufgefahren. Dutzende Bauarbeiter wuseln über den Bauplatz in Gretzenbach. Die Arbeiten für die Erstellung des Grundwasserpumpwerks Aarenfeld sind in vollem Gang. Gräben werden ausgehoben, Leitungen müssen verlegt werden. Am Montag, 10. September, fiel der Startschuss für die Bauarbeiten.

Geplant ist eine Grundwasserfassung, die in Zukunft auf eine Förderleistung von bis zu 10'000 Litern Wasser pro Minute ausgebaut werden könnte. Damit wird ein Teil des regionalen Wasserversorgungsplans Olten Gösgen umgesetzt.

Maschine verpasste den Baubeginn

Der Baustart verlief jedoch etwas holprig: Die Verrohrungsmaschine, die die Bohrrohre in den Boden treibt, fehlte. Sie wurde von den deutschen Grenzbehörden am Basler Zoll festgehalten, erklärt Jörg Amsler, Präsident des neu gegründeten Unternehmens Wasserversorgung Unteres Niederamt (WVUN). Mittlerweile hätten die Formalitäten jedoch geklärt werden können. Seit einigen Tagen steht die Maschine nun auf dem Bauplatz in Gretzenbach.

Am Dienstag konnte die Verrohrungsmaschine in Betrieb genommen werden. Amsler machte sich selbst ein Bild von den Bauarbeiten: «Die Maschine ist nun etwa zwei bis drei Tage lang im Einsatz.» 

Grundwasserpumpwerk Aarenfeld Gretzenbach

Grundwasserpumpwerk Aarenfeld Gretzenbach

Laut Lorenz Lachmuth, dem Bauleiter des Planungsbüros BSB+Partner, entsteht durch die Bohrung ein etwa 28 Meter tiefes Loch mit einem Durchmesser von zwei Metern bis zum anstehenden Fels.

«Zeitplan ist noch flexibel»

Nach den Bohrungen würden dann die Filterrohre verlegt, was etwa eine Woche Arbeitszeit in Anspruch nehme. Amsler: «Anschliessend stehen die Grosspumpversuche auf dem Plan, die während 30 Tagen gemacht werden.» Der Start ist für Anfang Oktober geplant. Die Versuche dienten dazu, den Umfang der Schutzzonen festzulegen. Diese werden im Gebiet rund um die Grundwasserfassung angelegt.

Momentan wird die Stromzufuhr für den Pumpversuch sichergestellt. Sie dient später auch dem Betrieb des Grundwasserpumpwerks. Das während dieser Phase hochgepumpte Wasser werde dann direkt in die Aare geleitet, so Amsler: «Die Verzögerung mit der Bohrmaschine ist für uns kein Problem. Unser Zeitplan ist zurzeit noch flexibel.» Der wichtigste Termin sei die Inbetriebnahme des Grundwasserpumpwerks Aarenfeld im Herbst 2019. Auch finanziell hat die Verspätung für die WVUN keine Auswirkungen.

Während der Winter- und Frühlingsmonate soll nach den Pumpversuchen laut Amsler das Pumpwerkgebäude mit den Installationen und Steuerungseinheiten erstellt werden.

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