Trimbach
Martin Bühler wird neuer Gemeindepräsident: SP-Kandidat siegt auch im zweiten Wahlgang

Die Trimbacher Stimmbevölkerung hat ihren neuen Gemeindepräsidenten gewählt: Martin Bühler (SP) macht im zweiten Wahlgang das Rennen.

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Martin Bühler (SP) wird neuer Gemeindepräsident von Trimbach.

Martin Bühler (SP) wird neuer Gemeindepräsident von Trimbach.

zvg

Die Trimbacher Stimmbevölkerung hat entschieden: Martin Bühler (SP) wird neuer Gemeindepräsident. Mit 547 Stimmen gewinnt er den Kampf um das Gemeindepräsidium deutlich. Auf dem zweiten Platz ist Henny Beyeler (parteilos) mit 312 Stimmen, darauf folgen Reto Vogt (parteilos, 289 Stimmen) und Dieter Altherr (SVP, 142 Stimmen).

«Ich empfinde gerade nur Freude und Erleichterung», sagt Bühler nach seinem Wahlsieg. Denn trotz Vorsprung im ersten Wahlgang war das Resultat für ihn nicht selbstverständlich: «Die Leute um mich herum waren wahrscheinlich überzeugter, dass es gut kommt, als ich. Wenn man selber involviert ist, kann man die Lage nicht so gut einschätzen.»

SP-Tradition wird weitergeführt

Den Grund seines Erfolgs sieht Martin Bühler darin, dass er bewusst auf Leute zugegangen sei. Bei Einwohnern, die ihn nicht kannten, habe er spontan an der Tür geklingelt und sich in einem Gespräch vorgestellt. «Ich habe kontinuierlich daran gearbeitet, habe Leute besucht und mit ihnen gesprochen», so Bühler. Dies, gemeinsam mit dem Programm der SP und seiner Persönlichkeit, sei seiner Meinung nach sein Schlüssel zum Erfolg gewesen.

Mit Martin Bühler bleibt das Trimbacher Gemeindepräsidium in der Hand der SP. Seit 1983 besetzt die Partei das Amt ohne Unterbruch.

Zweite Chance in vier Jahren

Weniger Freude herrscht bei der Zweitplatzierten Henny Beyeler. «Natürlich bin ich enttäuscht, ich hätte den Job halt lieber selber gemacht», so die Parteilose. «Aber es ist ein demokratischer Entscheid, den ich akzeptieren muss. Die SP ist stark in Trimbach», fügt sie an. Sie konnte ihr Resultat im zweiten Wahlgang von 193 auf 312 Stimmen verbessern, was ihrer Meinung nach an der App «Mein Trimbach» liegt. Die Kandidatin hat die App entwickelt, um den Einwohnern zu zeigen, dass sie Ideen hat, die Trimbach weiterhelfen, und diese auch umsetzen kann.

Auch der zweite Parteilose, Reto Vogt, ist ein wenig enttäuscht. «Aber es ist nicht so, dass eine Welt zusammenbricht. In vier Jahren habe ich wieder eine Chance», ergänzt er. Dann will er erneut zu den Gemeinderatswahlen antreten, vielleicht will er es sogar noch mal mit dem Gemeindepräsidium versuchen. «Ob ich dann immer noch parteilos bin, weiss ich noch nicht», so Vogt. Seine Stimmenzahl hat sich im Vergleich zum ersten Wahlgang mehr als verdoppelt. Vogt führt dies auf den Umstand zurück, dass dieses Mal sein Wahlflyer in den Wahlunterlagen dabei war. Auch könne es sein, dass einige freisinnige Wähler ihm nach dem Rückzug von FDP-Kandidat Walter Hürst seine Stimme gaben.

Sitz im Gemeinderat gesichert

Keine Enttäuschung zeigt sich jedoch bei Dieter Altherr (SVP): «Ich habe meine Erwartungen erreicht, es ist so abgelaufen, wie ich vermutet habe.» Immerhin sei der Sitz von Silvia Lehmann im gesichert, so Altherr. Hätte einer der Kandidaten ausserhalb des Gemeinderats gewonnen, hätte dies Silvia Lehmann (CVP) den Sitz gekostet.