Trimbach
Märlibühni präsentiert ein exotisch tierisches Stück

Wer hat sich die Frage noch nie gestellt, was sich wohl das geliebte Haustier so den ganzen Tag überlegt? Die Vorstellung, die Sprache der Tiere zu verstehen ist sehr verlockend – auch für die Hauptfigur Kalif Chassid im Stück «Kalif Storch».

Philipp Müller
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Bei der neuesten Produktion «Kalif Storch» der Märlibühni Trimbach will der Kalif von Bagdad herausfinden, was Tiere so den ganzen Tag denken.

Bei der neuesten Produktion «Kalif Storch» der Märlibühni Trimbach will der Kalif von Bagdad herausfinden, was Tiere so den ganzen Tag denken.

Bruno Kissling

Wer hat sich die Frage noch nie gestellt, was sich wohl das geliebte Haustier so den ganzen Tag überlegt? Die Vorstellung, die Sprache der Tiere zu verstehen ist sehr verlockend – auch für die Hauptfigur Kalif Chassid in der neuesten Produktion «Kalif Storch» der Märlibühni Trimbach unter der bewährten Regie von Kusi von Büren. Der Versuchung des Abenteuers erlegen, geht der Kalif auch unerwartete Gefahren ein.

Eheliche Unstimmigkeiten

Der grossmächtige Kalif von Bagdad Chassid ist ein gütiger Herrscher, dem jedoch die Langeweile ein Graus ist. So trifft er sich gerne zum täglichen Schachspiel mit seinem besten Freund, dem Grosswesir Mansor, ganz zum Missfallen von dessen Frau Scharawida, welche so auf ihren Gatten verzichten muss.

Diese ehelichen Unstimmigkeiten im Hause des Grosswesirs sind eine Belastung für die Freundschaft. Selbst mit grosszügigen Geschenken , wie einer kunstvollen Haarbürste vom «Händler» Kaschnur lässt sich Scharawida nur kurzfristig besänftigen.

Doch immerhin gelangen der Kalif und sein Grosswesir bei diesem Kauf in den Besitz einer geheimnisvollen Schatulle mit ganz speziellem Schnupftabak und einem Schriftstück, das in einer fremden Sprache abgefasst ist.

Dank der Schriftgelehrten Bereneike erfahren die beiden, dass man sich mithilfe dieses Schnupfpulvers in Tiere verwandeln und deren Sprache verstehen kann. Ein ganz besonderer Reiz für den abenteuerlustigen Kalifen.

Verwandlung mit Hindernissen

Dass die Verwandlung in Störche und vor allem die Rückverwandlung nicht so einfach vonstattengeht, versteht sich von selbst, stammt das geheimnisvolle Schnupfpulver doch vom hinterhältigen Zauberer Kachnur, welcher dieses als Händler verkleidet dem Kalifen untergejubelt hat.

Ziel dieser Aktion war es, seinen Sohn Mizra auf den Kalifenthron von Bagdad zu bringen.

Ob der Plan des bösen Zauberers von Erfolg gekrönt ist oder ob Kalif Chassid Herrscher bleiben wird, erfährt man, wenn man eine der fünf Vorführungen der Märlibühni Trimbach im Mühlemattsaal besucht .

Das wunderschöne Märchen aus der Feder von Wilhelm Hauff lässt einem in die orientalische Welt eintauchen. Das prachtvolle Bühnenbild wird das Publikum auch in diesem Jahr verzaubern und wer weiss, vielleicht wird die eine oder der andere danach seinen tierischen Mitbewohner viel besser verstehen können.

Im Schatten des Vaters?

Thomas von Büren, der bereits seit seinem 14. Lebensjahr bei der Märlibühni mitspielt, spielt auch unter der Regie seines Vaters. «Bei meinem ersten Märli war die Regie noch beim Vorgänger Toni Friker. Ich stand dort sogar noch mit meinem Vater gemeinsam auf der Bühne», erzählt Thomas. Mittlerweile spiele dies keine Rolle und er werde nicht speziell anders behandelt.

Thomas von Büren, Grosswesir und Verantwortlicher Bühnenbild

Thomas von Büren, Grosswesir und Verantwortlicher Bühnenbild

Bruno Kissling

«Zusätzlich steht mit meiner Schwester noch eine zusätzliche ‹von Büren› auf der Bühne», grinst er. Ebenso ist er für das Bühnenbild verantwortlich: «Für die Vorstellungskraft der Kinder ist es wichtig und schön, wenn sie vollständig in ein Märli eintauchen können. Dazu leistet ein prunkvolles und realistisch gestaltetes Bühnenbild einen wichtigen Beitrag».

Ein opulentes Bühnenbild gehöre zum Markenzeichen der Märlibühni. Über die Jahre sei ein grosser Fundus entstanden.

Samstag, 28. November um 14 Uhr, 16.30 Uhr und 19.30 Uhr, Sonntag, 29. November um 14 Uhr und 16.30 Uhr. Im Mühlemattsaal.

Weitere Infos: www.maerlibuehni-trimbach.ch

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