Theaterbühne Dohle
Lustspiel «’S verschobeni Tête-à-tête» – Seitensprünge kreuz und quer

Die «Theaterbühne Dohle» inszeniert das Lustspiel «’S verschobeni Tête-à-tête». Generalprobe und Premiere sind am kommenden Samstag.

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Spielfreudige Theatertruppe: Die Dulliker Theaterbühne Dohle.

Spielfreudige Theatertruppe: Die Dulliker Theaterbühne Dohle.

Markus Müller

Am kommenden Samstag, 19. November, feiert die Dulliker Theatergruppe «Theaterbühne Dohle» Premiere mit dem Mundartstück «’S verschobeni Tête-à-tête». Der Schwank in drei Akten der Autorin Uschi Schilling wird in der Mehrzweckhalle Dulliken aufgeführt. Regie führt Elmar Vogel.

Die Hauptperson Felix Leuthold geht gleich bei ihrem ersten Auftritt zu Boden. Der smarte vielbeschäftigte Geschäftsmann (gespielt von Roger Wyss) stolpert über den Koffer seiner Ehefrau Uschi Leuthold (Sandra Niklaus), die bereits wieder hier ist. Das hat Felix nicht erwartet. Geplant war, dass Uschi drei Wochen Ferien in Italien macht. Aber zehn Tage Regenwetter trieben sie vorzeitig zurück nach Hause.

«’S verschobeni Tête-à-tête»

Aufführungen in der Mehrzweckhalle Dulliken am

- Samstag, 19. November sowie am

- Freitag, 25. und

- Samstag, 26. November jeweils um 20 Uhr.

- Am Samstagnachmittag, 19. November, findet um 14 Uhr eine öffentliche Generalprobe für Kinder, Seniorinnen und Senioren statt.

Abendkasse: Für Reservationen Telefon 079 348 53 58 (Furter) Di/Mi 18 bis 20 Uhr oder über Internet theater-dohle.ch/Ticket.

Unerfreuliche Rückkehr

Felix’ Knie schmerzt. Aber nicht nur wegen dem blöden Sturz in die Szenerie hat der Ehemann von Uschi wenig Freude an ihrer unerwarteten Rückkehr. Vielmehr hat er nun ein akutes Problem. Die Abwesenheit seiner Angetrauten hatte Felix nämlich genutzt, um sich eine neue Freundin, die Sängerin Nicole Suter (Catherine Da Silva) anzulachen.

Und jetzt, da er seine «Lerche» zu einem Tête-à-tête erwartet, bereitet ihm die unerwartete Heimreise seiner Frau echte Schwierigkeiten. Obwohl das Ehepaar Leuthold längst getrennte Schlafzimmer hat und die beiden Chambres sogar mit Namensschildern «Uschi» beziehungsweise «Felix» unterschiedlich markiert hat, kommt dem untreuen Ehemann das frühe Eintreffen seiner Uschi natürlich alles andere als gelegen. Der Versuch, seine Geliebte Nicole per Telefon zu warnen und abzufangen, misslingt.

Die Rettung erscheint mit Klaus (Urs Hartmann), dem alten Kumpel von Felix. Der Gute soll Uschi vorspielen, der Freund von Nicole zu sein. Nicole wiederum, so eine weitere Notlüge des ertappten Felix, werde von ihrem eifersüchtigen Ehemann verfolgt und sei deshalb hergeflüchtet. Diese Geschichte bringt dafür Klaus in die Bedrouille, da seine wahre Freundin Karin Pfeifer (Fabienne Wyss) bei Leutholds auch noch zu Besuch kommt.

Der Ehemann ist selber gehörnt

Das Chaos ist perfekt, als Carlo Lorenzoni (Jürg Mumenthaler) in die Szene platzt. Uschi liess sich im Urlaub vom italienischen Piloten anlachen. Sie muss nun ihrerseits den draufgängerischen Südländer – «Italia ischta Land von Amore» – vom Halse halten. – Soweit die verwirrende Ausgangslage mit den sich überlappenden Dreiecksgeschichten. Die Lage wird noch komplizierter, als auch noch Max, der Butler (Franz Hug), und Anna (Heidi Bachmann), die resolute Haushälterin bei Leutholds, mitmischen.

Der betrügende Ehemann Felix lässt sich allerdings nicht beirren. Für ihn ist das vorerst verpatzte Tête-à-tête nur verschoben, es wird umgehend nachgeholt. Das kommt seiner Ehefrau noch so gelegen, kann sie sich dadurch einen vermeintlich ungestörten «italienischen Abend» mit ihrem feurigen Flugkapitän gönnen. Doch es kommt anders als erwartet. Die Turbulenzen und Donnerwetter bleiben selbstverständlich nicht aus.

Die Quintessenz: Alle Rollen sind optimal besetzt und die Schauspielerinnen und Schauspieler der «Theaterbühne Dohle» agieren mit viel Spielfreude. An Verwicklungen auf der Bühne wird es also ebenso wenig fehlen wie an Strapazen für die Lachmuskeln des Publikums.