Stärkung

Lostorf will altersfreundlich werden

Die Gemeinde will ein Altersleitbild erlassen. Dafür wird jetzt die Altersfreundlichkeit ermittelt.

Die Gemeinde will ein Altersleitbild erlassen. Dafür wird jetzt die Altersfreundlichkeit ermittelt.

Der Gemeinderat will die Altersfreundlichkeit der Gemeinde Lostorf gezielt stärken. Er unterstützt die Schaffung von Altersstrukturen.

Der Kanton Solothurn ist gesetzlich verpflichtet, eine Anlauf- und Koordinationsstelle Alter zu führen. Diese bezweckt, die Gemeinden sowie öffentliche und private Institutionen fachlich zu beraten, Institutionen und Aktivitäten von älteren Menschen zu unterstützen sowie Projekte zum Alter, zur Alterskultur und Partizipation zu begleiten und zu fördern. Der Kanton hat mit Pro Senectute eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen.

Er nutzt die bestehenden Angebote und Ressourcen und ergänzt deren Leistungen mit gezielten Projekten. Pro Senectute führt die Fachorganisation «Alter», welche über eine grosse Palette an Angeboten und entsprechend ausgebildetes Fachpersonal verfügt. In ihrem Leitbild 2020 hat sich die Gemeinde dafür ausgesprochen, ein Altersleitbild zu erlassen und die Interessen in der Alterspolitik zu koordinieren.

Fragebogen für über 65-Jährige

Zur Ermittlung der Altersfreundlichkeit nimmt Lostorf eine Fachberatung in drei Schritten in Anspruch. In einem ersten Schritt wird am 30. November 2016 für die Einwohnerinnen und Einwohner ab 65 Jahren eine Gemeindetagung mit diversen Referaten, wie zum Beispiel «Gut und gerne älter werden – Möglichkeiten die Pro Senectute bietet», «Das Alter und das Geld», «Gesundheit und Alter», «Rechtliches im Alter» durchgeführt. Vorgängig wird eine Infobroschüre mit dem Titel «Älter werden in Lostorf» erarbeitet, welche speziell auf die ältere Bevölkerungsgruppe ausgerichtet ist. Ebenfalls soll eine Befragung dieser Bevölkerungsgruppe stattfinden. Der Fragebogen und die Infobroschüre werden den Einwohnerinnen und Einwohnern ab Alter 65 zusammen mit der Einladung zugestellt.

In einem zweiten Schritt wird eine Interessengruppe gebildet. Diese bezieht Stellung zur Checkliste «Altersfreundliche Gemeinde». Der Fragebogen für die Senioren und die Checkliste sind aufeinander abgestimmt.

Die Ergebnisse aus den beiden Erhebungen werden miteinander abgeglichen und als Auswertung in einem dritten Schritt dem Gemeinderat unterbreitet. Der Gemeinderat kann dann aufgrund der Ergebnisse mögliche Massnahmen in die Planung aufnehmen und in Auftrag geben.

Der Gemeinderat unterstützt das Projekt «Altersstrukturen», ist mit dem skizzierten Vorgehen einverstanden und hat dafür einen Nachtragskredit von 1500 Franken genehmigt.

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