«Das defekte Teilstück der betroffenen Messleitung wurde ausgebaut und ersetzt», teilt die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG mit. Nach der Überprüfung der Funktionstüchtigkeit der Betriebssysteme sei die Anlage wieder angefahren und um 13.32 Uhr mit dem Netz synchronisiert worden.

Die Leistung soll nun kontinuierlich auf 100 Prozent gesteigert werden.

Keine Stoffe in Umwelt

Das AKW Gösgen war am Sonntagabend heruntergefahren worden. Die Schadstelle wurde daraufhin im Haarbogen einer kleineren Messleitung lokalisiert. Dabei trat nichtradioaktiver Dampf in das Containment aus. Dies hatte laut KKG keine Auswirkungen auf die Umwelt. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi bestätigte, dass die Leckage zu keiner Abgabe radioaktiver Stoffe an die Umwelt führte. 

Atomlose Schweiz – Gösgen geht als letztes AKW wegen technischer Probleme vom Netz.

17. August 2015: Atomlose Schweiz – Gösgen geht als letztes AKW wegen technischer Probleme vom Netz.

Dass KKG verzeichnete bereits am 13./14. Juli einen ungeplanten Produktionsunterbruch während gut 7 Stunden, weil im Zug einer Störungsbehebung unbeabsichtigt eine Schnellabschaltung des Reaktors ausgelöst worden war. Damit muss Gösgen schon den zweiten Unterbruch seit der Revision verzeichnen.

Gleichzeitig bedeutete es eine spezielle Situation für den Atomstrom in der Schweiz: Erstmals waren alle fünf Atomreaktoren in der Schweiz vom Netz getrennt. Weiterhin keinen Strom produzieren das AKW Mühleberg BE und das AKW Leibstadt AG. Für längere Revisions- und Reparaturarbeiten abgeschaltet sind die beiden Atomreaktoren in Beznau AG. (ldu/cva/sda)